Da ist er wieder: Rod Brind’Amour darf erneut den Stanley Cup herzen. © AFP
Las Vegas – Innig umschloss Rod Brind‘Amour den Stanley Cup auf dem Eis, dann stemmte er den Riesenpott über dem Kopf in die Höhe und schrie, ganz genau wie vor 20 Jahren. Damals triumphierte Brind‘Amour als Kapitän der Carolina Hurricanes in der National Hockey League, diesmal als Headcoach des Clubs – und trat einem kleinen Kreis bei.
„Das war nur eine kleine Bärenumarmung“, sagte Brind‘Amour zur besonderen Jubelszene nach dem 3:0 im letztlich entscheidenden sechsten NHL-Finalspiel bei den Vegas Golden Knights. Nach einem bemerkenswerten Run mit nur drei Niederlagen in 19 Playoff-Spielen holten die Canes zum zweiten Mal den Titel, und immer spielte Brind‘Amour eine wesentliche Rolle.
„Als Spieler dachte ich: Ich will es. Ich will es. Ich will es auch für meine Kumpels, aber ich will es. Ich habe so hart dafür gearbeitet“, erzählte der Trainer: „Und jetzt, aus der anderen Perspektive, weiß ich, wie es sich anfühlt, und denke mir: Ich will es für sie. Man sagt sich: Komm schon, wir müssen es für diese Jungs holen.“
Es gelang, mit 55 Jahren schrieb Brind‘Amour in der NHLGeschichte, denn Champion als Kapitän und Cheftrainer einer Franchise wurden vor ihm nur drei Hall-of-Famer: Toe Blake (Montreal), Hap Day (Toronto) und Cooney Weiland (Boston).
3:0 im entscheidenden sechsten Finalspiel
Dem früheren Verteidiger gelang etwas Besonderes, aber auch seinem Nachfolger: Kapitän Jordan Staal erhielt als ältester Spieler der NHL-Geschichte mit 37 die Conn Smythe Trophy für den wertvollsten Spieler (MVP) der Playoffs. Und er ist der erste Profi, der zwischen zwei Stanley-Cup-Siegen 17 Jahre warten musste. 2009 war der Stürmer mit den Pittsburgh Penguins Meister geworden.SID