Zuallererst muss eines klargestellt werden: Nein, ich bin kein Irrer, der die WM unsicher macht. Genau das vermutet man nämlich, wenn man das Foto auf meinem Akkreditierungs-Ausweis sieht, welches ich am Samstag mit großem Entsetzen erblickte. Darauf schaue ich schließlich in die Kamera, als hätte ich vorher fünf Liter Kaffee geext, so aufgerissen sind meine Augen. Es gibt dafür aber einen recht banalen und trotzdem ärgerlichen Grund: Bei der Akkreditierungsausgabe muss jeder Reporter ein Foto machen, das zur Identitätsfeststellung verwendet wird. Der Fifa-Mitarbeiter erklärte mir dabei, dass ich meine Augen möglichst weit aufreißen soll, damit das Gerät mein Gesicht leichter mit dem Reisepass-Foto abgleichen kann. Dem leistete ich gern Folge, schließlich wird auf der Akkreditierung ja ein zuvor hochgeladenes Foto verwendet – normalerweise. Bei mir verklickte sich der Mitarbeiter allerdings, was zur Folge hat, dass ich nun vier Wochen lang das schlimmste Foto aller Zeiten um den Hals trage. Natürlich forderte ich direkt einen neuen Ausweis. Dafür müsste der aktuelle aber als verloren gemeldet werden, was rund 150 Dollar kostet. So eitel bin ich dann auch wieder nicht – und in ein paar Jahren kann ich hoffentlich über das verkorkste Foto lachen. Die nächsten Wochen aber nicht.