WM DAHEIM

Endlich keine Cola mehr!

von Redaktion

Was tut man nicht alles für seine Kinder?! Schlaflose Nächte, Tränen, üble Teenager-Launen – aber irgendwo, das mussten mein Mann und ich feststellen, ist der Weg über die Schmerzgrenze doch zu weit. Die Bestätigung würden wir bei jedem Arzt, Ernährungswissenschaftler oder halbwegs normal denkenden Menschen bekommen: Oder kann irgendjemand die Rechnung „Eine Woche Vor-WM-Urlaub = 30 Flaschen Cola (zero)“ gutheißen? Sieben Jahre jung ist unser Bub, das Panini-Album natürlich auch in der Toskana stets am Mann. Aber als ob es nicht reichen würde, an jeder Tankstelle und jedem „Tabacco“-Laden den Bestand von regulären Stickern abzufragen, nein! Es müssen die Sondersticker sein, die der Fifa-Sponsor im Etikett seiner süßen Plörre versteckt hat. Zehn Stück an der Zahl, von Joshua Kimmich bis Federico Valverde ist alles dabei. Aber weil wir, die im normalen Leben keine Cola konsumieren, inzwischen fünf Josko Gvardiols ertrunken hatten, fehlten halt bis zuletzt noch andere. Also doch ein wenig schummeln? Nun ja: Ein offizielles Dankeschön geht raus an all die Menschen, die beim Public Viewing am Wochenende Bock auf Cola hatten. Ihre Pfandflaschen wanderten ohne Etikett zurück – und wir haben endlich Antonee Robinson. Oder anders gesagt: zehn von zehn WM-Cola-Sonder-Stickern, inklusive Erlaubnis, endlich wieder Wasser trinken zu dürfen.HANNA RAIF

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