Kennt Konkurrenzkampf beim DFB: Ann-Katrin Berger.
Degradiert: Baumann ist Vertreter. © Weller/Potts/dpa
Für DFB-Torhüterin Ann-Katrin Berger ist New York zur Wahlheimat geworden. Seit zwei Jahren spielt sie für den FC Gotham. Während der WM ist die 35-Jährige Botschafterin für das German House of Soccer.
Frau Berger, wie ist die WM-Stimmung in den USA?
Amerika war schon immer ein sportverrücktes Land. Natürlich ist der Fußball dort vielleicht nicht ganz so groß, durch die WM wird er aber sicher noch einmal größer. Eine Weltmeisterschaft sorgt immer für gute Stimmung.
Auch bei Manuel Neuer, der das erste Spiel gegen Curacao als Nummer eins absolviert hat.
Schlussendlich ist es die Entscheidung des Bundestrainers, da kann man als Spieler wenig machen. Wenn ein Trainer dann eine Entscheidung trifft, steht im Vordergrund, was das Beste für die Mannschaft ist.
Wie wird man die perfekte Nummer zwei?
Natürlich wird Oliver Baumann enttäuscht gewesen sein. Aber als Teamsportler rückt die Mannschaft in den Vordergrund. Man muss sich bewusst werden, dass man immer noch zu einer Weltmeisterschaft fahren kann.
Auch Sie wurden erst kurz vor Olympia 2024 zur Nummer 1: Wie ist es, wenn man bis zuletzt kämpfen muss?
Es ist wichtig, an sich selbst zu glauben und seine Leistung zu bringen. Am Ende des Tages ist es die Entscheidung des Trainers. Es wird nach Leistung aufgestellt. Und wenn man dann mal eine Enttäuschung verkraften muss, ist es wichtig, sich klarzumachen, dass man bei einem Turnier dabei ist. Die Enttäuschung kann man später verarbeiten, jetzt zählt einfach die Mannschaft.
INTERVIEW: MANUEL BONKE