Man muss den Menschen sagen, wie sie sich zu benehmen haben. In Amerika geschieht dies unablässig. In der Straßenbahn von Houston lief alle paar Minuten automatisiert die Durchsage: „Rauchen, Trinken oder Essen wird mit 200 Dollar Strafe geahndet.“ Die Passagiere hörten schon gar nicht mehr hin, während sie die Wasserflasche zum Mund führten. Schon höher ist der Tarif, wenn man sich an einem Flughafen an der Sicherheitskontrolle danebenbenimmt und das dort arbeitende Personal bedroht, beleidigt oder es am Schlawittchen packt. Man kennt es ja: Hat man vergessen, das Tablet aus dem Handgepäck zu nehmen und extra zu legen, muss man nochmals durch den Ganzkörperscreener, weil man beim ersten Versuch den Gürtel anhatte. Im Ohr hat man derweil schon den Aufruf ans Gate. Aber gemach, in Charlotte, North Carolina warnen Schilder schon vor der Kontrolle: Wer hier einen „Eierarsch“ oder etwa „Lügen-Don“ anbringen will, ist mit 13.910 Dollar (12.020 Euro) dabei. Ist in Deutschland günstiger. Am Airport in Houston, Texas, kein Hinweis auf eine Beleidigungs-Policy. Jedoch ein anderes Anliegen: Mitführen der Waffe 17.190 Dollar.GÜK