Peinlicher Fehlstart: Spaniens Lamine Yamal. © Huanzong/dpa
Atlanta – Als die Presse in der Heimat nach dem peinlichem Fehlstart gnadenlos mit Spaniens Europameistern abrechnete, sprach ihr Trainer weiter unbeirrt vom WM-Finale. „Nach unserem Plan stehen uns noch sieben Spiele bevor“, sagte Luis de la Fuente, nachdem seine Mannschaft sich gerade mit einem 0:0 gegen den Turnierneuling Kap Verde bis auf die Knochen blamiert hatte.
Am 19. Juli in New York, da wollen die Iberer zum zweiten Mal nach 2010 Weltmeister werden. Nach der erschreckend zahnlosen Vorstellung gegen den krassen Außenseiter wollte davon in Spanien aber niemand mehr etwas hören. „Marca“ schrieb von einem „Katastrophenstart“, „AS“ pestete: „Der große Favorit auf den Titel? Diese Schlagzeile können wir getrost beiseitelegen.“
De la Fuente hatte derlei Schlagzeilen wahrscheinlich schon geahnt, weshalb er sich betont gelassen gab: „Der ganze Trubel macht mir nichts aus. Wir sind jetzt seit 32 Spielen ungeschlagen.“ Es sei ein langes Turnier, und es werde noch alles „so kommen, wie wir es uns wünschen“, versprach Lamine Yamal, der in der 71. Minute ins Spiel gekommen war und sein Comeback nach Oberschenkelverletzung gegeben hatte. „Zweifelt nicht daran!“
Der Status des Europameisters als Topfavorit ist nun aber schwer angekratzt. Yamal und Co. müssen sich erst einmal ernsthaft fragen, wie sie am Sonntag (18 Uhr/MagentaTV) im zweiten Gruppenspiel in Atlanta Saudi-Arabien schlagen wollen.