Frankreich tat sich lange schwer. © Franklin/DPA
Machte den Unterschied: Kylian Mbappé. © Franklin/DPA
East Rutherford – Rache? Nein, daran denke er nicht, gab Kylian Mbappé nach seinem verheißungsvollen WM-Auftakt zu verstehen. „Wenn ich spielen würde, um meine Kritiker zum Schweigen zu bringen, müsste ich bis 80 spielen“, sagte der Superstar der französischen Fußball-Nationalelf.
Er spiele, um Geschichte für sein Land zu schreiben und der Mannschaft zu helfen, das Finale zu erreichen und Weltmeister zu werden. Beim 3:1 (0:0) gegen Senegal sorgte Mbappé direkt wieder für magische Momente.
Was hatte der Offensivmann in den vergangenen Wochen und Monaten nicht alles an öffentlicher Kritik einstecken müssen? Nach einer titellosen Saison mit Real Madrid stand er beim Start der Franzosen in das XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko extrem unter Druck. Und lieferte sportlich gleich die passende Antwort. Mbappé machte beim Sieg gegen die Westafrikaner zwar kein überragendes Spiel – mit zwei Toren aber eben wieder den Unterschied.
Er löste Olivier Giroud als Rekordtorjäger der Équipe Tricolore und den 2023 gestorbenen Just Fontaine als besten französischen Torschützen in der WM-Historie ab. Erreicht er bald sogar noch eine weitere Bestmarke? Bei 14 WM-Toren steht Mbappé in seiner Karriere nun. Den Rekord hielt bis Dienstag noch Miroslav Klose mit 16 Treffern. Argentiniens Ausnahmespieler Lionel Messi zog mit dem Weltmeister von 2014 durch seinen Dreierpack gegen Algerien (3:0) aber gleich. Kommt‘s jetzt zum Wettschießen zwischen Mbappé und Messi?
Es gebe immer noch Kritiker, sagte Deschamps in einem Anflug von Sarkasmus über Mbappé. „Ja, er verteidigt weniger als andere, aber dafür ist er nicht hier“, sagte Deschamps. Sondern für die Magie.