Der Rasen als Gegner

von Redaktion

Alexander Zverev müht sich auch in Halle

Auf Rasen hat Zverev seine Probleme. © Gentsch/dpa

Halle – Töchterchen Mayla brauchte etwas Geduld, Alexander Zverev machte Überstunden. Dem mühsamen Auftaktmatch in Halle folgten der obligatorische Cooldown und zahlreiche Interviews – dann konnte sich der frischgebackene French-Open-Sieger endlich ganz der Fünfjährigen widmen. „Ich muss jetzt noch auf den Spielplatz“, erklärte Zverev lächelnd nach seiner noch etwas holprigen Rasenpremiere in dieser Saison, bei der ebenfalls Geduld gefragt war.

Nach zwei Stunden und elf Minuten zeigte Zverev am Dienstagnachmittag erleichtert die Faust. Der 29-Jährige bezwang den Tschechen Vit Kopriva mit 6:3, 4:6, 6:2 – für einen frisch gekürten Grand-Slam-Sieger nicht gerade ein Auftakt nach Maß.

In den noch immer anhaltenden Nachwehen seines Triumphs in Paris ist Zverevs Terminkalender weiterhin voll, der Trubel bleibt. In Halle war er nach seinem Doppel am „Kids-Day“ unter „Zverev, Zverev“-Sprechchören allein über zwanzig Minuten mit Autogrammen beschäftigt. „Ich habe viel zu erledigen, weil ich gewonnen habe. Es sind positive Dinge. Wenn ich ein bisschen müder davon bin, nehme ich das gerne in Kauf“, betonte der Hamburger.

Aus seiner vermeintlichen Rasenschwäche, nach dem engen Match sofort wieder Thema, macht die deutsche Nummer eins kein Geheimnis: „Es ist der Belag, auf dem ich am wenigsten Erfolge in meiner Karriere hatte.“ Ändert sich das in Wimbledon? Bislang kam Zverev dort nicht über das Achtelfinale hinaus.

In diesem Jahr könnte Zverev von den Problemen der Konkurrenz profitieren. Aber dafür braucht es eine Steigerung.SID

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