„It’s not Muller – it’s Müller“

von Redaktion

Der TV-Experte sammelt Sympathien – Annalena Baerbock nicht

Thomas Müller ist Deutscher Fußball-Botschafter. © Christoph Lother/dpa

New York – Eines wollte Thomas Müller klarstellen: Wenn man ihn schon mit Sprechchören im German House of Soccer feiert, dann bitte auch in der richtigen Aussprache: „It’s not Muller – it’s Müller.“ Kleiner, aber feiner Unterschied. Einer von vielen Momenten, in denen der Weltmeister und Entertainer, TV-Experte und neuerdings auch Ehrenpreisträger als Deutscher Fußball-Botschafter im Herzen von New York mal wieder Sympathiepunkte einsackte. Wie sagte der 36-Jährige selbst nach dem gewohnt launigen Auftritt: „Es war lustig.“

Interessant, wie der 131-fache Nationalspieler den Ball nach der Laudatio durch DFB-Präsident Bernd Neuendorf aufnahm, der den Bogen zur WM 2010 gespannt hatte, als der argentinische Nationaltrainer Diego Maradona den deutschen Rookie vor dem Viertelfinale nicht kannte. Müller sieht nämlich bei der aktuellen DFB-Auswahl Parallelen zu seiner WM-Premiere, als in Südafrika ein neues Team zusammenwuchs. „Dass wir sehr, sehr gute Herausforderer sind.“ Und: „2010 hatten wir die Chance aufs Finale.“ Erst Spanien stellte im Halbfinale das Stoppschild auf, nachdem Müller und Konsorten zuvor England und Argentinien auf die Bretter geschickt hatten. Auch bei der WM 2026 müsse wahrscheinlich früh eine Topnation eliminiert werden.

Für ein eigenes Comeback im Team von Julian Nagelsmann habe der Altstar, seit 2025 für die Vancouver Whitecaps in der Major League Soccer (MLS) tätig, „leider nicht genug Tore geschossen“. In seiner TV-Rolle sei es für ihn hart, nicht mehr mitkicken zu können. Aber vielleicht entschädigt ja die Auszeichnung, die Unternehmer Roland Bischof aus einer privaten Initiative heraus erfunden hat. Erster Preisträger war 2013 der im deutschen Haus in New York anwesende Sami Khedira, der sich allerdings im Hintergrund hielt. Ganz im Gegensatz zu Annalena Baerbock. Die mittlerweile in New York lebende Präsidentin der UN-Generalversammlung glaubte wohl, sie müsste bei jedem zweiten Absatz laut kreischen und in jeder dritten Passage die New York Knicks erwähnen, um Beifall zu erhaschen. Auch der Inhalt der Ansprache der früheren Außenministerin und Grünen-Chefin verstörte. Auf Deutsch sagte sie: „Ich weiß, dass jedes Tor gleich viel zählt – nämlich eins.“ Und auf Englisch: „Sport can open doors.“ Bei derlei peinlichen Phrasen versagte zwischendrin sogar das Mikrofon.FRANK HELLMANN

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