Kongos WM-Held war fast erblindet

von Redaktion

Houston – Yoane Wissa führte mit seinen Mitspielern einen wilden Jubeltanz auf, der gesamte Kader der Demokratischen Republik Kongo hüpfte im Takt und machte rhythmische Bewegungen mit den Armen. „Wir haben Tanzen auf dem Trainingsplatz trainiert. Wir sind immer am Tanzen“, sagte Wissa glückselig. Mit seinem Treffer zum 1:1 (1:1) gegen Portugal bescherte der Vereinskollege von Nick Woltemade (Newcastle United) seinem vom Ebola-Ausbruch erfassten Land sensationell den ersten WM-Punkt überhaupt.

Dabei wäre seine Karriere vor fünf Jahren fast auf dramatischste Art und Weise geendet – 2021 überlebte Wissa einen brutalen Angriff. Als er für den französischen Club FC Lorient spielte, drang eine wohl unter Wahnvorstellungen leidende Frau in sein Haus ein und attackierte ihn mit Säure. Offenbar wollte sie die Tochter des Stürmers entführen. Wissa wurde bei dem Überfall schwer im Gesicht verletzt, er musste an den Augen notoperiert werden. Zwischenzeitlich soll sogar die Gefahr bestanden haben, dass er sein Augenlicht verliert.

Artikel 1 von 11