Millionen-Basar WM

von Redaktion

Real bietet 200 Millionen für Olise, Liverpool 100 für Diomande

Sein Marktwert steigt und steigt: Frankreichs Olise spielt groß auf. © Triballeau/AFP

Der Transfermarkt findet längst nicht mehr in der Sommerpause statt, sondern läuft schon jetzt auf Hochtouren. Grund: Die WM ist zur globalen Schaufensterbühne der Spieler und somit zum Millionen-Basar der Clubs geworden. Wenn die Nationalteams dieser Tage in den USA, Mexiko und Kanada aufeinandertreffen, spielen die Stars nicht nur um Titel, sondern auch um ihren Marktwert. Ein starker Auftritt kann reichen, um Angebote in dreistelliger Millionenhöhe auszulösen, jeder Fehltritt kann den Preis senken. Das sind die bislang heißesten Eisen auf dem Markt:

Michael Olise: Der Franzose steht exemplarisch für diese Dynamik. Der Offensivstar des FC Bayern, wo er bis 2029 unter Vertrag steht, ist laut „Marca“ bei Real Madrid weiterhin „Wunschspieler Nummer eins“. Demnach könnten die Königlichen ihr Angebot für den aufgehenden Stern der Équipe Tricolore auf über 200 Millionen Euro erhöhen, im Raum steht sogar eine Obergrenze von 220 Millionen Euro. Während Bayern weiterhin blockt, zeigt die WM bereits ihre Wirkung: Mit zwei Torvorlagen beim 3:1 gegen den Senegal unterstrich Olise seine Form erneut – und ließ den Aktienkurs des 24-Jährigen weiter steigen.

Yan Diomande: Auch der Ivorer hat sich in den Millionenpoker gekickt. Sein Verein RB Leipzig soll laut Sky auch schon ein Angebot des FC Liverpool in Höhe von rund 90 Millionen Euro plus zehn Millionen Euro Boni abgelehnt haben. Die Sachsen sehen ihr 19-jähriges Juwel (Vertrag bis 2030) als Schlüsselspieler und sollen erst bei 120 Millionen Euro schwach werden. Zusätzlich soll sich nun auch Paris Saint-Germain in den Poker eingeschaltet haben, was den Preis für Diomande zusätzlich in die Höhe treiben dürfte.

Johan Manzambi: Der Freiburger zeigt, wie wichtig auch das Momentum während einer WM sein kann. Der Schweizer Offensivspieler der Breisgauer, wo er einen Vertrag bis 2030 besitzt, erzielte während seines Joker-Auftritts beim 4:1 gegen Bosnien einen Doppelpack. Für Gesprächsstoff sorgten aber nicht nur die zwei Tore, sondern auch Thomas Müller. Der empfahl den 20-Jährigen, der „Sechser, Achter, Zehner und auch Neuner“ spielen könne, nämlich gleich mal seinem Ex-Club. „Für mich ist er jemand, und jetzt können wir eine Schlagzeile machen, den sich auch der FC Bayern anschauen sollte“, sagte der Weltmeister von 2014 bei MagentaTV. Auch Manzambis Fall zeigt: Die WM ist nicht nur Sport, sondern ein Milliardenmarkt in Echtzeit – mit wechselnden Protagonisten. Aber stetig steigenden Preisen.

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