Zoff um Olympia-Geld

von Redaktion

Sportler wollen Anteil – IOC blockt

Hält nichts vom Vorstoß: Kirsty Coventry. © Purger/EPA

München – Was Olympische Spiele die einzelne Athletin „kosten“, weiß Pia Greiten ganz genau. 2024 in Paris war sie im Ruder-Doppelvierer selbst dabei – und wurde für ihre harte Arbeit und die anschließende Vorstellung im Stade nautique de Vaires-sur-Marne mit Bronze belohnt. Preisgeld gab es nicht, in der olympischen Welt geht es um etwas viel Größeres: Ruhm und Ehre. Doch diese Selbstverständlichkeit gerät immer stärker ins Wanken. Sportlerinnen und Sportler fordern ihren gerechten Anteil an den Milliardeneinnahmen des IOC, auch Greiten gehört dazu.

„Die Olympischen Spiele leben von den Athletinnen und Athleten – ohne sie gäbe es dieses Ereignis nicht“, sagt Greiten, Präsidentin von Athleten Deutschland und fügt unmissverständlich hinzu: „Deshalb ist die Forderung nach einer Beteiligung an den Gewinnen, die mit den Spielen erwirtschaftet werden, aus unserer Sicht legitim.“

Die internationale Interessenvertretung Global Athlete hatte zuletzt Schwung in die schwelende Debatte gebracht, die einst Greitens Vorgänger Max Hartung und seine Athleten-Mitstreiter zu einer Reise in die IOC-Zentrale in Lausanne veranlasst hatte – mitsamt einer happigen Forderung: Ein Viertel der IOC-Einnahmen wollten die deutschen Sportler damals haben. Heute kommt der Vorschlag gemäßigter daher. Von 25.000 Dollar für jeden Olympia-Teilnehmer ist bei Global Athlete die Rede.

IOC-Präsidentin Kirsty Coventry, einst selbst Athletin für Simbabwe, sieht allerdings keinen Grund, die Linie ihres Unternehmens infrage zu stellen. Es sei „nichts Neues“, dass sie sich gegen solche Prämien unter den fünf Ringen ausspreche.

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