USA: Mit Zlatans Glauben zum WM-Coup

von Redaktion

Zlatan Ibrahimovic.

Euphorie: Der US-Amerikaner Alex Freeman jubelt. © Fernandez/Calanni/dpa

Atlanta – Zlatan hat gesprochen. Mit einem ebenso schlichten wie klaren „Ja“ beantwortete der selbst ernannte Fußball-Gott Zlatan Ibrahimovic die Frage, ob die USA tatsächlich Weltmeister werden können. Nun könnte man dem Schweden eine gewisse Befangenheit unterstellen. Schließlich arbeitet er für den US-Sender Fox und das nach eigener Aussage keinesfalls gratis. Doch nach zwei Spielen bleibt für alle drei Gastgeber festzuhalten: Die USA, Mexiko und Kanada sind auf den Punkt fit und zeigen bisher Top-Leistungen.

„Wenn ihr es nicht geglaubt habt, wiederhole ich mich gern: Fangt an zu glauben“, sagte Ibrahimovic. „Sie haben das Land hinter sich.“ Es spiele überhaupt keine Rolle, was vor der WM gewesen sei. „Das Momentum, das sie jetzt haben, ist das, was sie brauchen. Sie müssen dieses Selbstvertrauen jetzt in jedem Spiel zeigen. Es sieht gut aus.“

Souveräne Siege gegen Australien (2:0) und Paraguay (4:1) stehen für die USA in der Statistik, Mexiko bezwang Südafrika mit 2:0 und Südkorea mit 1:0. Kanada fegte nach dem Unentschieden zum Auftakt gegen Bosnien-Herzegowina über Ex-Gastgeber Katar hinweg. Zugegeben, die großen Fußballnationen sind das jetzt nicht. Die kommen erst in der K.o.-Runde.

Doch Team USA meint es ernst. „Ich denke nicht, dass das lächerlich ist. Wir wollen am Ende eine Trophäe in die Höhe stemmen“, sagte der frühere Bayern-Profi Chris Richards.

In Mexiko sind die Fans ohnehin dauerhaft im WM-Fieber, aber auch in Nordamerika erlebt der Fußball in der Sommerpause des Eishockeys ein ungeahntes Hoch. In Kanada gab es vor den Spielen sogar Fanmärsche mit tausenden Anhängern. Premierminister Mark Carney verfolgte das Katar-Spiel im Trikot auf der Tribüne. Nach der Sieg-Premiere ging Carney dann in die Kabine und sprach zur Mannschaft. „Ihr habt eine Charakterstärke bewiesen, die manche Menschen in ihrem ganzen Leben nie erreichen“, sagte Carney. Sein US-Amtskollege Donald Trump wurde bei der WM übrigens bislang nicht gesichtet – aber die Euphorie der US-Fans bremst das nicht. Und Zlatan Ibrahimovic sowieso nicht.

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