KOMMENTAR

Das Scheitern als Chance

von Redaktion

Die letzte Hoffnung hätte für die Korbjäger des FC Bayern auf nicht viel schlimmere Weise platzen können. Und so steht diese Spielzeit vor allem als eine Saison des Scheiterns da. Aber am Ende einer verkorksten Spielzeit ist es vielleicht sogar gut, dass nun keine Trophäe die Münchner Bilanz aufhübscht.

Klar, man kann es den Bayern nicht vorwerfen, dass sich in Riokas Jokubaitis ausgerechnet der Mann schwer verletzte, auf dessen Mitwirken die gesamte Kaderidee basierte. Auch das längere gesundheitsbedingte Fehlen von Trainer Gordon Herbert – höhere Gewalt.

Aber die Münchner haben auch nie zu einem stimmigen Krisenmanagement gefunden. Spencer Dinwiddie kam und ging wieder. Herberts Ablösung erfolgte, als die (europäische) Saison schon verloren war. Und Feuerwehrmann Svetislav Pesic musste feststellen, dass auch die Möglichkeiten eines Trainerstars endlich sind.

Immerhin: Die Bayern haben ihre Schlüsse gezogen. Gehen mit Sportchef Leibenath und dem jungen Coach Anton Gavel einen neuen Weg. Vielleicht entpuppt sich das Scheitern so als Chance.

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