Absprung noch vor der EM?

von Redaktion

Gerüchteküche über Zukunft des Bundestrainers brodelt – Völler: „Er ist 2028 dabei“

Zuversichtlich: Sportdirektor Völler. © Gambarini/dpa

Noch Chefcoach: Nagelsmann am Dienstag. © Gambarini/dpa

Winston-Salem – Hinter den Kulissen der Branche wird seit der „Noch“-Aussage von Jürgen Klopp heftig über die Zukunft Julian Nagelsmanns diskutiert: Bleibt der 38-Jährige über die Weltmeisterschaft hinaus Nationalcoach? Oder tritt er nach dem XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko vom Bundestrainer-Posten zurück? Und wenn ja: Übernimmt dann wirklich Kloppo das DFB-Team? Berechtigte Fragen, die während der WM weder von Nagelsmann- noch von Klopp-Seiten ehrlich beantwortet werden. Tenor: Warum sollten wir dieses Thema ausgerechnet jetzt aufmachen?

DFB-Sportdirektor Rudi Völler geht davon aus, dass der aktuelle Bundestrainer auch in der Zukunft die Geschicke an der Seitenlinie leiten wird – und zwar bis zur Europameisterschaft 2028 in Großbritannien und Irland. „Da wird er noch dabei sein. Ich freue mich auf die nächsten zwei Jahre bis zur Europameisterschaft“, sagte Völler im Interview mit MagentaTV im deutschen WM-Quartier in Winston-Salem.

Mittlerweile ist der zweifache Familienvater seit über 1000 Tagen im Amt, nachdem er den Job von Hansi Flick im Jahr 2023 übernommen hatte. Ich kann es immer nur wiederholen, er ist einfach die Idealbesetzung auf dieser Position“, sagte Völler. Nagelsmann polarisiere durch seine Art zwar, „aber er ist ein total ehrlicher Mensch und außergewöhnlicher Trainer“. In den vergangenen drei Jahren habe er „sich entwickelt“.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Nagelsmann in seinen Arbeitspapieren eine Ausstiegsklausel besitzt. Top-Clubs aus der Premier League und der spanischen La Liga könnten davon profitieren. Völler gibt sich trotzdem gelassen: „Ob er vielleicht noch einen großen Verein trainieren will, wird man dann sehen.“BOK, VT

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