Man hört jetzt häufig von „Dynamic Pricing“, von der Preisgestaltung, die sich nach dem Bedarf der Menschen richtet. Damit wurde der Wucher bei den WM-Tickets erklärt – aber nicht nur dort ist es so. Wir spazierten durch New York und standen auf einmal vor einem sehr hohen Haus. Ist das nicht das Empire State Building, einst höchstes Gebäude der Welt? Gut, die Tabellenführer-Reputation ist dahin. Mit 381 Metern (mit Spitze, an die sich einst King Kong klammerte, 443 Meter) ist der Turm nur noch ein Altmeister in der 2. Liga, eine Art Kaiserslautern. Er lebt von der Nostalgie. Nur beim Eintrittnehmen ist er sehr modern. Das Basisangebot „ab 44 Dollar“ (38 Euro), um auf die 86. Etage fahren und herunterblicken zu dürfen – es wäre gerade noch budgetverträglich. Allerdings: Nachmittags ist man bei 92 US-Dollar, mit Sonnenuntergang bei 116. Ab 20.30 Uhr sinkt der Preis wieder – bis auf 88 Dollar. Mit weiterer Plattform auf der 102. Etage ist auch der Preis ein echter Wolkenkratzer: 192 Dollar. Dann behaltet euren Blick.GÜK