WM DAHEIM

Mini-WM unter Real-Bedingungen

von Redaktion

39 Tage WM bedeuten für Eltern von Fußball-Kindern: Fünf Wochenenden, an denen die Liga-Spiele und Spaß-Turniere von rund 75.000 (!) Kinder-Mannschaften des DFB natürlich als Mini-WM gelten. Und weil der Fußballgott mit dem Wettergott wohl eng verbandelt ist, sind auch die Bedingungen in München-Allach, Uentrop, Weyhe und dem Rest der inzwischen glühenden Republik ziemlich real. 35 Grad zeigte das Thermometer etwa am vergangenen Wochenende in Starnberg, genauso viel also wie im 9000 Kilometer entfernten Houston. Weil die Achtjährigen allerdings ohne Kühlwesten und Trinkpausen-Unterbrechung im laufenden Spiel auskommen mussten, müssen die Eltern derzeit kreativ werden (und trotz WM-Schlafmangel noch früher aufstehen). Anpfiffe wurden vorverlegt, Pavillons aufgebaut, Kappen vor dem Aufsetzen nass gemacht, Eimer am Spielfeldrand aufgestellt, Eiswürfelmassen produziert und Kühlakkus aus jeder Truhe geplündert. Und trotzdem waren die Köpfe der Stars von morgen am Ende knallrot und die Beine nicht mehr ganz so flink. Herrliche Szene: 11.30 Uhr, ein Vater schlendert mit einem kühlen gelblichen Getränk in der Hand zum Spielfeld, der Sohn ruft: „Boah, Papa, krieg ich auch eine Apfelschorle?“ Antwort: „Das ist keine Apfelschorle.“ Bier vor 12?! Ist halt WM. Prost!HANNA RAIF

Artikel 4 von 11