Nagelsmanns Trainings-Tricks

von Redaktion

Widerstandsbänder, flache Tore, Trinkpausen: Darauf setzt der DFB

Die DFB-Stars trainieren mit den Widerstandsbändern ihre Dynamik. © Privat

Winston-Salem – Die Trainingseinheiten der DFB-Stars bei der WM lassen sich leicht beschreiben: extrem anstrengend, mit vollem Fokus und immer neuen Elementen. Entsprechend oft schwärmen die Spieler von den Übungen und Spielformen, die Julian Nagelsmann regelmäßig einstreut. „Die Trainingseinheiten von Julian Nagelsmann hier sind immer kurz und sehr intensiv“, erklärte Nadiem Amiri dazu auf der Pressekonferenz am Montag. „Er verlangt alles perfekt von uns. Er macht viele Spiele mit neuen Regeln, sodass jeder voll da sein muss. Er fordert sehr viel von uns!“

Doch was zeichnet das Training von Nagelsmann aus? Unsere Zeitung kennt seine Kniffe:

Flach-Tor-Wettkampf: Bei dieser Übung werden sehr breite und flache Tore umgedreht in Richtung der Spieler gestellt. Die DFB-Stars werden dann in Gruppen eingeteilt und müssen sich durch Hütchen kombinieren, bevor sie einen Chip-Ball über das umgedrehte Tor spielen, den ein Mitspieler direkt verwerten muss.

Zwei-Kontakt-Rondo: Man kennt das klassische Vier-gegen-Zwei aus der Kreisliga, beim DFB machen sich die Stars etwas anspruchsvoller warm: Die Spieler stehen im Kreis, der Ball muss durchgehend in der Luft gehalten werden. Wer ihn zuerst auf den Boden kommen lässt, bekommt als Strafe jeweils einen Ohrenschnipser von seinen Teamkollegen. So dient die Übung nicht nur zum Aufwärmen, sondern sorgt auch für gute Stimmung.

Widerstandsbänder: Auch Julian Nagelsmann setzt auf den Trainingsklassiker, bei dem sich zwei Spieler gegenseitig über ein Widerstandsband bremsen und dennoch explosiv beschleunigen müssen. Die Übung stärkt die Antrittskraft, verbessert die Stabilität in Sprintduellen und simuliert körperbetonte Spielsituationen.

1080 Sprint: Deutlich technischer geht es beim sogenannten „1080 Sprint“ zu. Dabei wird ein Spieler über ein Seil mit einem motorisierten Gerät verbunden, das den Widerstand exakt steuern kann. Gleichzeitig misst die Maschine Geschwindigkeit, Beschleunigung und Kraftentwicklung. So können die Athletiktrainer genau analysieren, auf welchen Metern ein Spieler seine Stärken und Schwächen hat, und ihn entsprechend fördern.

Trinkpausen: Sie sind das große Streitthema bei dieser WM: die sogenannten „Hydration Breaks“, in denen die Spieler offiziell etwas trinken sollen. Von Trainern werden sie jedoch vor allem für taktische Anpassungen genutzt. Entsprechend baut Nagelsmann die Trinkpausen auch in sein Training ein und bespricht währenddessen Veränderungen – ganz wie im echten Spiel.V. TSCHIRPKE, M. BONKE

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