von Redaktion

IOC-Chefin Kirsty Coventry. © Coffrini/AFP

IOC: Prämien und neuer Vergabe-Modus

München – Kirsty Coventry wählte große Worte, um noch größere Taten anzukündigen. „Jetzt sind wir an der Reihe“, rief die Präsidentin den IOC-Mitgliedern mit viel Pathos in der Stimme zu, „wir müssen sicherstellen, dass die olympische Bewegung relevant bleibt.“ Dafür brach die Reform-Session in Lausanne sogar mit einem Tabu und beschloss eine „Olympia-Prämie“.

Erstmals in der seiner 132-jährigen Geschichte beteiligt das Internationale Olympische Komitee die Athletinnen und Athleten an seinen Einnahmen. 10.000 Dollar soll es schon rückwirkend für die Winterspiele in Mailand/Cortina geben. Ein unerwarteter Paradigmenwechsel. Es war zumindest die Überraschung einer bis dahin vorhersehbaren Vollversammlung. Der wichtigste Beschluss aus deutscher Sicht: Über die Vergabe der Olympischen Spiele 2036, um die sich auch der Deutsche Olympische Sportbund bewirbt, wird 2029 entschieden. Unter Coventrys Vorgänger Thomas Bach hatten intransparente Vergaben für Unmut gesorgt.

„Wir begrüßen die Einführung einer klaren Zeitschiene für die Vergabe Olympischer Spiele, weil diese allen Kandidaten eine Orientierung für den weiteren Bewerbungsprozess geben wird“, sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert.

Artikel 1 von 11