Der Glaube trägt Oranje-Stürmer Cody Gakpo

von Redaktion

Ablenkung: Cody Gakpo mit Sohn Samuël. © Imago/ANP

Miami – Kurz bevor Cody Gakpo seine Bühne betritt, liest der Stürmer in der Heiligen Schrift. Psalm 20, Vers 4 gehört zu seinen Lieblingsstellen. „Der Glaube gibt mir Frieden. Und Kraft, wenn ich sie brauche“, sagt Gakpo.

Und der Niederländer wird jede Menge Kraft brauchen bei dieser WM, Oranje hat noch viel vor. Gakpo ist auf diesem Weg der Fixpunkt in einer Offensive voller Hochbegabter. Während seine Saison beim FC Liverpool eher mäßig lief, blüht der 27-Jährige in der Elftal wieder auf.

Nach den ersten zwei Spielen kommt Gakpo auf zwei Tore und eine Vorlage. Seine Rolle bei Oranje sei „anders“, auch, „was der Trainer von mir will“, sagt Gakpo vor dem Gruppenfinale gegen Tunesien (Freitag, 1 Uhr, ARD und MagentaTV). Vermutlich beflügelt es Gakpo auch einfach, dass Bondscoach Ronald Koeman deutlich gemacht hat, dass der schnelle Angreifer einer seiner wichtigsten Spieler ist. Auch im Team genießt der Familienvater hohes Ansehen. „Er ist ein herausragender Fußballer“, sagt Kapitän Virgil van Dijk. Gakpo ist kein Dribbler oder Strafraumstürmer, Gakpo liefert ab. Ihm fehlt nur noch ein Länderspieltor, um mit Marco van Basten gleichzuziehen.

Neben dem Platz ist Gakpo der „Pfarrer“ des Teams. „Wir geraten oft in Gespräche, in denen wir über den Glauben sprechen und gemeinsam beten. Dann bin ich derjenige, der das Gebet spricht, also vielleicht habe ich deshalb diesen Namen bekommen“, sagt er.

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