Kampf gegen die Büffel

von Redaktion

Ecuador setzt auf die Physis-Monster Caicedo, Pacho und Hincapie

Jordy Caicedo (li.), Spitzname: El Búfalo. © Mabromata/AFP

Pacho (Mi.) gewann zuletzt die Champions League. © Imago

Winston-Salem – Es gibt einige Spitznamen im Weltfußball, die fast jeder Fan kennt: „La Pulga“ für den Argentinier Lionel Messi (der Floh), „Chicharito“ für den Mexikaner Javier Hernández (die kleine Erbse) oder „El Tigre“ für den kolumbianischen Stürmer Falcao (der Tiger).

Einen unbekannteren, aber nicht weniger einprägsamen hat der ecuadorianische Stürmer Jordy Caicedo. Der 28-Jährige wird aufgrund seiner beeindruckenden Physis „El Búfalo“ genannt, auf Deutsch: der Büffel! Bei den Ecuadorianern nimmt Caicedo bislang zwar noch keine tragende Rolle ein und kommt meistens von der Bank. In der Startelf stehen aber gleich drei weitere Büffel, die ebenfalls für ihre harte Gangart bekannt sind – und die DFB-Elf beim letzten WM-Gruppenspiel am Donnerstag in New York (22 Uhr, ARD und MagentaTV) vor Probleme stellen wollen.

Namentlich: Willian Pacho (Paris Saint-Germain), Piero Hincapie (Arsenal London) und ein weiterer Caicedo mit dem Vornamen Moisés, der für den FC Chelsea spielt. Alle drei sind in der Defensive beheimatet, Pacho und Hincapie verteidigen in der Dreierkette, Caicedo spielt davor auf der Sechs. Sie alle sind echte Physis-Monster, glänzen mit aggressiver Zweikampfführung und spielen in ihren Vereinen auf der allerhöchsten Bühne.

Die Ex-Bundesligaspieler Pacho (zuvor Eintracht Frankfurt) und Hincapie (zuvor Bayer Leverkusen) trafen erst vergangenen Monat im Champions-League-Finale aufeinander, Caicedo räumt für den FC Chelsea im Mittelfeld auf. Wie groß ist also der Respekt der deutschen Stürmer vor dieser enorm starken Defensive? „Man kennt die Spieler, sie spielen auf höchstem Niveau in Europa“, erklärte Jamie Leweling auf der Pressekonferenz am Dienstag. „Gerade läuft es bei ihnen jetzt nicht so gut in der WM (bislang 0:1 gegen die Elfenbeinküste und 0:0 gegen Curacao gespielt, d. Red.). Aber sie sind auf jeden Fall immer noch gefährlich.“

Trotzdem gab sich der Angreifer optimistisch: „Wir werden auf jeden Fall Lösungen haben, um ihre Abwehrreihen durchbrechen zu können und Tore zu schießen.“

Allerdings war bereits die Partie gegen die Elfenbeinküste am vergangenen Samstag ein Fingerzeig dafür, wie schwer sich die DFB-Elf mit physisch robusten Gegnern tut. Gegen die Büffel wird es also mit Sicherheit nicht einfacher.V. TSCHIRPKE, M. BONKE

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