WM DAHEIM

WM in neuer Rolle: I feel Schlotti!

von Redaktion

An diesem Donnerstag muss es für das DFB-Team ohne Nico Schlotterbeck gehen – und ich sag mal so: Es gibt nicht viele, die so viel Mitleid mit dem Pechvogel unter den Nagelsmännern haben wie ich. Warum? Für eine Begründung muss ich nur nach unten schauen, auf meinen Fuß. Denn auch meine Rolle bei dieser WM hat sich in den vergangenen Tagen dramatisch verändert. Auch bei mir war es ein Zweikampf, allerdings nicht Mann gegen Mann, sondern Mann gegen Treppe. Viel zu schleppen, einmal vertreten – schon war‘s passiert. Der Knöchel schmerzte, ziemlich sogar, und als ich mit ein paar Tagen Abstand feststellen musste, dass es nicht besser, sondern eher schlechter wird, folgte beim Arzt die traurige Gewissheit: Bänderriss, bei dieser WM kann ich definitiv nicht mehr aufs Feld. Ich habe da genauso wenig Hoffnung wie der arme „Schlotti“. Die Orthese, die ich nun bei mehr als 30 Grad Tag für Tag anschnüre, soll ich zwar „nur“ drei Wochen tragen. Aber sechs Wochen Sportpause bedeuten, dass auch das Finale am 19. Juli ohne mich stattfinden muss. Wobei: Für Österreich würde ich auf die Zähne beißen. Und bis dahin schreibe ich halt weiter Texte.PHILIPP KESSLER

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