Es droht ein neues Gijón

von Redaktion

Horst Hrubesch traf 1982 zum 1:0. © Weihs/dpa

Kansas City – „Die Schande von Gijón“ – das hat wohl fast jeder Fußballfan schon mal gehört. Bei der WM 1982 in Spanien führte die Bundesrepublik Deutschland früh mit 1:0 gegen Österreich. Das Ergebnis reichte beiden zum Weiterkommen. Was folgte war ein Nichtangriffspakt, der in die Geschichte einging. Oder wie es der damalige österreichische Nationalspieler Hans Krankl der APA sagte: „Gijón war nicht schön, ein sogenanntes Scheißmatch.“

Droht etwas Ähnliches nun auch am Sonntag (4.00 Uhr/MESZ), wenn Österreich und Algerien aufeinandertreffen? Die Teams sind neben Jordanien (schon ausgeschieden) und Argentinien (sicher Gruppensieger) als letzte der Vorrunde dran. Sie wissen genau, was für das Weiterkommen reicht.

„Wir sind alle Sportler, Fußballer. Ich kann nicht in ein Spiel gehen und sagen, heute gehen wir rein und verlieren. Deswegen stellt sich für uns da gar keine Frage“, sagte Österreichs Abwehrspieler Stefan Posch. Dabei könnte verlieren sogar helfen. Es ist wahrscheinlich, dass der Unterlegene Gruppendritter wird und dann einen leichteren Gegner bekommt als der Zweite. Dem droht nämlich nach jetzigem Stand Europameister Spanien.

1982 waren die Algerier übrigens die Leidtragenden und schieden aus. Sie hatten ihr Spiel bereits vorher absolviert. Auch als Folge daraus finden die letzten Partien einer Gruppe nun zeitgleich statt. „Wir sind Algerien. Wir werden alles geben, um zu gewinnen“, kündigte Farès Chaïbi an.

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