Volltreffer ins Senioren-Herz

von Redaktion

Kaffee, Einkäufe und ein Gaudikick: Haching-Trio schenkt Rentnern einen gemeinsamen Tag

Seite an Seite: Gerhard S. mit Markus Schwabl.

Einkaufshelfer: Coco Pfeiffer mit Lieselotte N.

Ein starkes Team für einen Tag: Coco Pfeiffer (v.l.), Lieselotte N., Markus Schwabl, Renate K., Andy Breuer und Josef K. hatten gemeinsam Spaß im Hachinger Sportpark. © Fotos (3): Achim Schmidt / Lichtblick Seniorenhilfe

Unterhaching – Als die SpVgg Unterhaching zwischen 1999 und 2001 in der Bundesliga spielte, standen auch sie in der Blüte des Lebens. Sie arbeiteten, gründeten Familien und blickten optimistisch nach vorn. Heute kämpfen viele von ihnen mit kleinen Renten und oft auch mit Einsamkeit.

Genau diesen Menschen haben drei Hachinger Profis nun einen besonderen Tag geschenkt. Kapitän Markus Schwabl, Andy Breuer und Coco Pfeiffer tauschten Fußballschuhe gegen Gespräche und nahmen sich Zeit für bedürftige Senioren der Organisation Lichtblick Seniorenhilfe.

Ein Zeichen im Kampf gegen Altersarmut

Los ging es bei Kaffee und Kuchen im Wirtshaus am Sportpark. Es wurde erzählt, gelacht und vor allem zugehört. „So viel Zeit hat sich schon lange keiner mehr für mich genommen“, berichtet die 79-jährige Renate K. gerührt.

Besonders bewegend wurde es beim gemeinsamen Einkauf. Stürmer Coco Pfeiffer begleitete die 75-jährige Lieselotte N. durch den Supermarkt, trug den Einkaufskorb und half beim Gemüsewiegen. „Alleine fällt mir manches nicht mehr so leicht“, bekennt die Seniorin. „Heute war alles einfacher – und viel schöner.“

Der Höhepunkt des Tages wartete anschließend im Sportpark. Nach einer Führung durch die Katakomben durften die Senioren selbst auf den Rasen. Gemeinsam mit den Profis wurde gedribbelt, gepasst und sogar aufs Tor geschossen. „Das war einfach großartig. So etwas erlebt man nicht alle Tage“, erzählt der 81-jährige Josef K.

Die Aktion ist Teil des Sozialvereins „Haching schaut hin“, mit dem die Spielvereinigung seit Jahren bedürftige Rentnerinnen und Rentner unterstützt. Die betreuten Senioren kommen oft nur schwer über die Runden. Noch größer als die finanzielle Not ist jedoch häufig das Gefühl, nicht mehr gesehen zu werden. „Als Fußballverein haben wir auch eine gesellschaftliche Verantwortung“, sagte Schwabl. „Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet und viel geleistet haben, dürfen nicht vergessen werden.“ Für Lydia Staltner, Gründerin von Lichtblick Seniorenhilfe, sind solche Aktionen mehr wert als ein Sieg im Fußball. Mit einem Wort: „Unbezahlbar“.

Es war ein Tag ohne Anpfiff, ohne Punkte und ohne Fan-Gesänge. Gewonnen haben am Ende trotzdem alle.MM

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