Absprache? Nicht mit Rangnick

von Redaktion

Ein zweites Gijón ist für Österreichs Trainer kein Thema

Kein Taktieren: Ralf Rangnick. © Georg Hochmuth/dpa

Los Angeles – Die „Schande von Gijón“ war vor dem Gruppenfinale der Österreicher allgegenwärtig – bis eine Niederlage der „Piefke“ das Thema in den Hintergrund drängte. „Die Chancen sind plötzlich gesunken“, titelte oe24.at nach dem 1:2 der Deutschen gegen Ecuador. Nur noch mit 51,1-prozentiger Wahrscheinlichkeit würde dem ÖFB-Team im abschließenden Gruppenspiel am Sonntag (4 Uhr, ZDF und MagentaTV) in Kansas City gegen Algerien auch eine Niederlage reichen, um als einer der besten acht Gruppendritten in die K.o.-Runde einzuziehen.

Sollte doch eine knappe Pleite genügen, könnte sich Österreich den Gegner im Sechzehntelfinale aussuchen. Von einer möglichen „Schande von Kansas City“ war deshalb die Rede. Denn als Zweiter würden die Österreicher wohl auf Spanien treffen. Als Dritter wäre ein etwas leichteres Duell mit der Schweiz wahrscheinlich. Rangnick wiegelt ab: „Am Ende ist es egal, gegen wen wir kommen.“

Also doch keine „Schande“? Rückblick: Am 25. Juni 1982 benötigte Deutschland einen Sieg zum Weiterkommen, Österreich reichte eine knappe Niederlage, um das punktgleiche Algerien aus dem Wettbewerb zu werfen. Nach dem 1:0 durch Horst Hrubesch stellten beide Mannschaften nach Absprache ihre Bemühungen ein. Die Fifa führte parallele Gruppenspiele zum Vorrundenabschluss ein. Das funktionierte, solange nur die ersten beiden Teams jeder Gruppe weiterkamen. Doch jetzt ist das Problem zurück. Und Österreich mittendrin.

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