Nach Jahren auf dem Verschiebebahnhof der Positionen trägt Joshua Kimmich den Schwarzen Gürtel in Fußball-Diplomatie. Er spiele, wo er aufgestellt werde, beteuert der Kapitän wieder und wieder. In seinem Fall ist das aktuell: Rechtsverteidiger. Ein prominentes Duo fordert nun wie andere Experten auch: Kimmich muss in die Mitte. Lothar Matthäus, Weltmeister-Kapitän 1990, klingt bei Sky geradezu melodramatisch. „Holt ihn da hinten weg!“, fleht er: „Wenn wir jetzt noch ein Spiel verlieren, sind wir ausgeschieden!“ Philipp Lahm, Weltmeister-Kapitän 2014, schloss sich an. Kimmich auf der Sechs „würde Stabilität geben, seine Stärken würden deutlich mehr sichtbar werden“, schrieb er im kicker.