Völler macht Offensivstars Druck

von Redaktion

Sportdirektor nimmt Musiala, Wirtz und Havertz in die Pflicht: „Sie müssen liefern!“

Musiala: Ausnahmedribbler im Formtief. © Weller/dpa

Völler: Weltklasse-Stürmer a.D. © Gambarini/dpa

Winston Salem – Rudi Völler tritt dieser Tage nicht nur als Sportdirektor der deutschen Nationalmannschaft auf, sondern auch als „ehemaliger Weltklasse-Stürmer“. Dementsprechend heiß begehrt ist seine Expertise, wenn es um den noch immer stotternden DFB-Angriff geht: Vor allem die Zauberer (O-Ton Bundestrainer Julian Nagelsmann) Jamal Musiala und Florian Wirtz konnten ihre Ausnahmefähigkeiten noch nicht auf dem Platz zeigen und die großen Erwartungen an sie bisher nicht erfüllen. Aber auch Vize-Kapitän Kai Havertz wirkt – wie so häufig in der Vergangenheit – im deutschen Angriffsspiel verloren.

Das ist auch Sportdirektor Völler nicht entgangen, der seinen Offensivstars nun erstmals öffentlich leicht Druck macht. „Wir haben eine Mannschaft, die an richtig guten Tagen, wenn sie wirklich am Limit ist, jeden schlagen kann“, sagte der 66-Jährige. Voraussetzung dafür sei aber, dass die Offensiv-Asse Musiala, Wirtz und Havertz in den K.o.-Spielen zünden: „Um die ganz großen Ziele zu erreichen, müssen diese Spieler liefern. Sie wissen auch, dass noch Luft nach oben ist.“

Eine klare Ansage des früheren Nationalstürmers, der die Gemüter beim Thema „Wusiala“ aber auch beruhigen wollte: „Man merkt ja bei Florian und bei Jamal auch, dass sie gar nicht mehr so weit weg sind von der Topform.“ Julian Nagelsmann hatte sich nach dem 1:2 gegen Ecuador über „zu viel Freestyle nach der Führung“ in seiner Offensive beschwert, der Bundestrainer sprach sogar von „Harakiri bei der Positionierung“. Interessant: Auch Wirtz betonte Mängel im Zusammenwirken und fordert, „insgesamt mit allen in der Mitte mehr zu rotieren und gegenseitig Platz zu schaffen“. Mehr Rotation? Nagelsmann verlangt genau davon weniger.BOK, VT

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