Atlanta – Es war schon spät, als die Unbekannte mit Säure wiederkam. Einige Stunden zuvor hatte sie bereits vor Yoane Wissas Haustür gestanden – wegen eines Autogramms. Ein Vorwand. Bei ihrer Rückkehr spritzte die Frau dem Stürmer von Newcastle United eine ätzende Flüssigkeit in die Augen. Der Anschlag, der nun fünf Jahre her ist, verfolgte den neuen WM-Helden der Demokratischen Republik Kongo lange. „Ich schrie und konnte nicht mehr atmen“, berichtete Wissa laut ESPN bei der Gerichtsverhandlung. Fast wäre er erblindet – und sein WM-Märchen hätte es nicht gegeben. Denn Wissas Augenlicht konnte durch operative Eingriffe gerettet werden. Im WM-Sommer 2026 verblassen die schmerzhaften Erinnerungen. Mit drei Toren schoss der Angreifer sein Land erstmals in die K.o.-Runde einer WM. Die staatliche Nachrichtenagentur Agence congolaise de presse pries Wissa als „Nationalhelden“. Am Mittwoch (18 Uhr, ARD und MagentaTV) warten im Sechzehntelfinale nun die Engländer.FOTO: LESSER/DPA