Beleidsbekundungen für Deschamps. © Weller/dpa
Didier Deschamps und Kylian Mbappé. © Padilla/dpa
New York – Didier Deschamps sprach ruhig, aber voller Nachdruck. Bei der Rückkehr in den Kreis seiner Stars machte Frankreichs Trainer klar, dass er auf seiner letzten Mission am großen Ziel festhält – ungeachtet der traurigen Tage, die hinter ihm liegen. Wie es dabei nach dem Tod seiner Mutter in ihm aussah, ließ sich nur erahnen. „Jetzt“, sagte Deschamps, der nach der Beisetzung am Samstag in die USA zurückgekehrt und in das letzte Kapitel seiner Erfolgsära gestartet war, sei es seine Aufgabe, Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé, Michael Olise und all die anderen Ausnahmekönner „daran zu erinnern, dass wir zu Großem fähig sind“. Er warnte zugleich, dass es ab sofort jederzeit vorbei sein könne – mit dem Traum vom dritten WM-Titel und seiner Hoffnung auf einen krönenden Abschluss.
„Je weiter wir kommen, desto stärkere Gegner werden uns gegenüberstehen“, sagt der 57-Jährige vor dem heutigen Sechzehntelfinale (23.00 Uhr MESZ/MagentaTV) gegen Schweden. „Wir gehen Schritt für Schritt und steigen den Berg hinauf.“
Der Ex-Profi, der Les Bleus als Trainer zum WM-Titel 2018, dem Nations-League-Gewinn 2021 und in zwei weitere Finals bei großen Turnieren geführt hatte, strebt nach dem Maximum. Mit einem weiteren Triumph könnte er seine Bilanz veredeln – und die ohnehin riesigen Fußstapfen, in die Ikone Zinédine Zidane treten soll, nochmals vergrößern. Seine Furcht einflößende Offensivmaschine läuft bislang auf Hochtouren, doch in der K.o.-Phase muss sich Deschamps der Stabilisierung seiner Defensive widmen. „Es ist zwar derselbe Wettbewerb“, sagte der Coach, der das Spiel gegen Norwegen (4:1) wegen seines persönlichen Schicksalsschlages verpasst hatte, „aber gleichzeitig ein völlig neuer Abschnitt“. Sein letzter.