Formel 1

Verstappen wittert seine Chance

von Redaktion

RB-Pilot sieht nach Podest „großen Fortschritt“

Zweiter in Österreich: Max Verstappen. © Scheriau/dpa

Spielberg – Offensiv wollte Max Verstappen nicht über eine mögliche Titelchance sprechen, doch mit nur einem guten Rennen hat sich die Stimmung des viermaligen Formel-1-Weltmeisters komplett gewandelt. „Es ist das erste Mal, dass ich wieder um einen Sieg fahren konnte“, sagte der Niederländer nach Platz zwei beim Großen Preis von Österreich. Nach frustrierenden Monaten fehlten dem 28-Jährigen in Spielberg nur 1,6 Sekunden zum ersten Saisonerfolg. „Das ist ein großer Fortschritt“, sagte Verstappen und grinste.

„Die Bestie ist zurück“, schrieb die spanische „Mundo Deportivo“ nach dem unerwartet guten Grand Prix. Gut gelaunt wie lange nicht lief Verstappen nach dem Podest-Coup auf der Rennstrecke seines Red-Bull-Rennstalls durch das Fahrerlager. Konzerngrößen wie Milliardenerbe Mark Mateschitz und Boss Oliver Mintzlaff waren gekommen, um den Starfahrer zu sehen und zu unterstützen. Der gute Auftritt könnte ein erstes Puzzleteil dafür sein, dass Verstappen bei dem Rennstall bleibt und seinen Vertrag bis zum Ende erfüllt.

Nach einem technischen Update zeigte sich das Auto stark verbessert – und das soll nur ein Zwischenschritt sein. „Hoffentlich dauert es nicht zu lang, aber wir haben immer noch ein bisschen Arbeit vor uns“, sagte Verstappen. Er wollte nicht ins Detail gehen, merkte aber an: „Für einen WM-Titel haben wir noch zu viele Probleme. Das ist keine Kritik, aber das ist aktuell die Wahrheit.“ Er wisse genau wie das Team, was es zu verbessern gilt. „Aber das jetzt ist schon ein großer Schritt nach vorn.“

Allerdings: Der Rückstand auf den WM-Führenden Kimi Antonelli von Mercedes beträgt schon 98 Punkte. „Das ist eine große Lücke“, sagte Verstappen. Am Ende herrschte sogar etwas Enttäuschung, dass George Russell in der Gluthitze von mehr als 34 Grad im Mercedes hauchdünn gewann. Und: Auf das kommende Wochenende blickt Verstappen mit Sorge. Auf dem Hochgeschwindigkeitskurs im englischen Silverstone rechnet sich der 71-malige Grand-Prix-Sieger nicht wirklich viele Chancen aus. DPA

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