Glücklos: Mit Havertz startete die Misere. © Granofsky/dpa
Boston – „Warum Jonathan Tah?“ – diese Frage stellten sich in der Nacht zum Dienstag nicht nur ZDF-Kommentator Oliver Schmidt, sondern auch die TV-Zuschauer. Denn der Eindruck täuschte nicht, dass man den Vereidiger des FC Bayern noch nie vom Punkt hat antreten sehen. Der Schuss in den Nachthimmel von Boston war der erste Elfmeter in Tahs Karriere. Und dass er zustande kam, lag darin begründet, dass andere sich wegduckten.
Schon die fünf ersten Schützen waren nicht leicht zu finden, für den „Sudden Death“-Modus gab es noch weniger Freiwillige. Tah übernahm im Gegensatz zu Goretzka, Anton, Thiaw und Brown Verantwortung – und scheiterte. Erinnerungen wurden wach an Bayerns „Finale dahoam“ 2012, wo sogar Manuel Neuer antrat. Wer weiß? Womöglich wäre der Keeper auch in Boston als Nächstes dran gewesen.HLR