Saibari sei Dank

von Redaktion

Bald-Bayer lässt Marokko groß träumen: „Niemand hält uns auf“

Ekstase nach dem Elfmeter: Saibari. © Sierra/EPA

Monterrey – Das Trikot zog Ismael Saibari aus – oben ohne kannte der Jubel dann keine Grenzen mehr. Denn der aufstrebende Star im Trikot von Marokko hatte mit seinem verwandelten Elfmeter nicht nur sich selbst, sondern ein ganzes Land ins Glück geschossen. Eiskalt, links unten, so einfach geht das. Und während sich sechs Spieler des FC Bayern ein paar Stunden zuvor nach kollektivem Nervenversagen vom Punkt aus dem Turnier verabschieden mussten, zeigte der Bald-Münchner, wie es richtig geht. 3:2 n.E. gegen die Niederlande. Der erste Große ist besiegt – und die „Löwen vom Atlas“ haben Lust auf mehr.

„Niemand kann uns aufhalten“, ließ Trainer Mohamed Ouahbi verlauten, ehe die Vorbereitung auf das Achtelfinale am Samstag gegen Co-Gastgeber Kanada startete. Im Viertelfinale würde Frankreich warten, auch Brasilien und England sind auf Marokkos Seite des Tableaus. Aber das macht dem WM-Halbfinalisten von 2022 absolut keine Angst. Längst ist man auf dem Parkett der Großen angekommen. Dank eines klaren Plans, dank Widerstandsfähigkeit – und Spielern wie Saibari.

Bei drei regulären und einem Elfmeter-Tor steht der 25-Jährige, dessen Marktwert nach der WM nach oben schnellen wird. Es war clever von den Bayern, sich Saibaris Dienste hinter den Kulissen schon zu sichern. Er nutzt die Bühne wie kaum ein Zweiter – und verkörpert als Zugpferd, was der Coach sagt: „Die Spieler glauben an sich, die Fans glauben an sie.“H. RAIF

Artikel 1 von 11