VIP-Fans: Burgi und Lena Nagelsmann. © Weller/dpa
Winston-Salem – Lena Nagelsmann kämpfte nach dem Aus der Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale gegen Paraguay mit den Tränen. Sie ist nicht nur die Ehefrau des Bundestrainers, sondern auch sein größter Fan. Das war während den Partien der Weltmeisterschaft nicht zu überhören, wenn die 33-Jährige auf der Tribüne lautstark die Einpeitscherin machte – für ihren „Julsi“, aber auch für die deutsche Nationalmannschaft. Dementsprechend hart traf es Lena, nachdem die USA-Reise für das DFB-Team beendet war.
Die Frau des Bundestrainers war beim Turnier vermutlich so präsent wie nie eine „First Lady“ zuvor bei einer WM: Gemeinsam mit Schwiegermutter Burgi war sie bei allen deutschen Begegnungen im Stadion, das Duo reiste stets nach Abpfiff im Charterflugzeug mit dem DFB-Tross zurück ins Basecamp nach Winston-Salem – und hier liegt das Problem.
Einigen Spielern soll es sauer aufgestoßen sein, dass es für die Mutter des Bundestrainers eine Art Sonderbehandlung gab, während viele Spieler-Eltern ihre Söhne lediglich nach Abpfiff auf der Tribüne sprechen konnten. Tenor: Ihnen blieb der Zugang zu ihren Sprösslingen durch die Spieltagsrückflüge weitgehend verwehrt.
Unsere Zeitung weiß: Die Familienthematik war innerhalb der Mannschaft und deren Angehörigen ein großes Thema. Vor allem die Tatsache, dass Neuer-Mutter Marita nach der Pleite gegen Ecuador mit im Flieger saß, sorgte für Gesprächsstoff. Allerdings ist Anika Neuer, die von ihrer Schwiegermama begleitet wurde, schwanger.
Ähnlich zerfahren war auch die Abreise der Nationalspieler: Statt geschlossen zurück nach Deutschland zu fliegen, verteilte sich die Mannschaft. Familie Nagelsmann stieg am Dienstag um 18.40 Uhr Ortszeit in den Flieger LH429 von Charlotte nach München. Nagelsmann trug eine Sonnenbrille und war – bis auf pinke Turnschuhe – schwarz gekleidet, als er seinen Alukoffer mit einer Tasche darauf durch das Flughafengebäude schob. Aleksandar Pavlovic und Jamal Musiala flogen ebenfalls in die bayerische Landeshauptstadt. Parallel weilten Leroy Sané oder Antonio Rüdiger noch im The Graylyn Estate. Neuer flog am Abend weiter nach Washington DC.M. BONKE, V. TSCHIRPKE