BMW OPEN

Stärker denn je?

von Redaktion

Mehr Geld, größere Namen

Eichenried – Mit dem vielleicht stärksten Feld der vergangenen Jahre starten am Donnerstag die 37. BMW International Open in Eichenried. Neben zehn deutschen Profigolfern und zwei Amateuren sind Top-Namen aus der Szene vertreten. Die Turnierverantwortlichen verteilten fleißig Einladungen an bekannte Gesichter der kriselnden LIV-Tour, von der sich die Saudi-Geldgeber bekanntlich zurückziehen. So kommen Golffans aus Oberbayern in den Genuss von Spielern, die sie sonst nur aus dem TV kannten: der Chilene Joaquin Niemann, der Kolumbianer Sebastian Munoz oder die Mexikaner Carlos Ortiz und Abraham Ancer. Längst Publikumslieblinge hingegen sind der Spanier Sergio Garcia oder Dauerbrenner Martin Kaymer, die keine normale Spielberechtigung für die DP World Tour besitzen. Dazu kommt ein Ex-LIV-Spieler, der in diesem Jahr offiziell den Weg zurück in Richtung PGA Tour sucht: Patrick Reed. Der USA-Ryder-Cup-Held und Major-Sieger führt aktuell sogar die Rangliste in Europa an – noch vor Rory McIlroy.

In Eichenried geht es heuer erstmals um einen Siegerscheck in Höhe von 510.000 Dollar – eine neue Rekordmarke. Reed ist bereits zum dritten Mal dabei. Der 35-jährige mag München, auch wenn es sportlich noch wenig spektakulär für ihn war. Platz 13 erreichte er bei der Premiere 2024, 2025 schied er vorzeitig aus. „Heuer hab‘ ich bisher sehr gutes Golf gespielt.“ Zwei Siege im Nahen Osten fuhr er ein.

Aus deutscher Sicht hielt Freddy Schott heuer die Fahnen hoch. Er gewann im Februar in Bahrain. Nicolai von Dellingshausen, 2025 Sieger in Österreich, gab in der vergangenen Woche in Italien nach längerer Familienpause endlich wieder ein Lebenszeichen von sich. Ein echtes Heimspiel wird’s für Thomas Rosenmüller, der letztmals 2023 in Eichenried abschlug. Der andere echte Lokalmatador sagte kurzfristig ab: Stephan Jäger. „Ich habe mich schweren Herzens dazu entschlossen, nicht nach München zu kommen.“ Das tun dafür 156 andere.CHRISTIAN FELLNER

Artikel 1 von 11