Die berühmtesten Kehren der Tour: Alpe d`Huez. © IMAGO
Frankreichs Hoffnung: Paul Seixas © Poujoulat/AFP
Das Duell der Tour: Jonas Vingegaard (in gelb) tritt als Hauptherausforderer von Tadej Pogacar an. © IMAGO/Pool
Barcelona – 3333 Kilometer Strecke, 54.450 Höhenmeter, satte sieben Bergankünfte: Die 113. Frankreich-Rundfahrt wird auch im Jahr 2026 zur Höllen-Tour. Am Samstag startet das wichtigste Radrennen der Welt mit einer Besonderheit, einem klaren Favoriten und den deutschen Hoffnungsträger Florian Lipowitz.
■ Das ist neu
Der Auftakt. Nicht etwa, weil es in Barcelona losgeht – bereits zum 27. Mal findet der Grand Départ außerhalb Frankreichs statt. Vielmehr wird die Rundfahrt diesmal mit einem sehr speziellen Mannschaftszeitfahren eröffnet. Obwohl im Team, geht es doch um den individuellen Erfolg. Für die Gesamtwertung zählt die persönliche Zeit eines jeden Starters – empfindliche Abstände sind also möglich, zumal es am Ende den Montjuic hinaufgeht. Das mit starken Zeitfahrern wie Olympiasieger Remco Evenepoel gespickte deutsche Team Red Bull-Bora-hansgrohe dürfte sich Chancen auf das erste Gelbe Trikot der Tour ausrechnen.
■ Die Strecke
An Tag drei rollt der 184-köpfige Tour-Tross in sein Stammland. Und wieder einmal ist die Rundfahrt anschließend in allen fünf Gebirgen Frankreichs zu Gast: in den Pyrenäen, die ungewöhnlich früh auf dem Programm stehen, im Zentralmassiv, in den Vogesen, im Jura und schließlich auch in den Alpen. Dort wartet ein spektakuläres Kletterfinale. Die 19. Etappe führt die Fahrer erstmals seit 2022 wieder hinauf nach Alpe d’Huez, einen Tag später ist der legendäre Skiort auch das Ziel der Königsetappe der Tour mit fast 5500 Höhenmetern.
■ Deutsche Chancen
29 Jahre nach dem Triumph von Jan Ullrich tragen die deutschen Hoffnungen den Namen Florian Lipowitz. Nach seinem sensationellen dritten Platz im Vorjahr wirkt der wortkarge Ulmer gefestigter, kommt mit dem Rummel besser klar und überzeugte in den Vorbereitungsrennen. Doch Tadej Pogacar und auch Jonas Vingegaard scheinen übermächtig. (Noch) Unberechenbar: Frankreichs Wunderkind Paul Seixas – auf den 19 Jährigen setzt eine ganze Nation.
■ RB und die 13
Die Tour-Jerseys des Red Bull-Teams Tragen eine umgekehrte 13. Und in der Tat hat das Team eine starke Verbindung zu dieser Zahl. Es ist die 13. Tour, die Kapitäne Florian Lipowitz (Sazka Tour) und Remco Evenepoel (Belgien-Tour) feierten ihre ersten Erfolge mit der Startnummer 13. Nicht zu vergessen der erste große Coup bei der Tour. Auf welchem Teilstück sprintete der erste große Star, Peter Sagan, 2018 zum Etappensieg? Na klar – es war das 13.
■ Die Tour im TV
Eurosport überträgt mehr als 100 Stunden live. Auch die ARD berichtet. Wochentags geht das Erste ab 14.10 Uhr auf Sendung, am Wochenende mit wechselnden Anfangszeiten.SID