Ein Neuer mit NBA-Genen

von Redaktion

Bayern-Basketballer holen Washington

Familienalltag: Die Washingtons mit den Söhnen Duane und Kislyn.

Erster Gruß nach München: Washington mit seinem älteren Sohn Duane III.

Hinein ins Glück: In Belgrad war Washington mit durchschnittlich 14,9 Punkten zweitbester Werfer. © Metlas/IMAGO

München – Die richtigen Farben hatte der neue Mann natürlich schnell gefunden. Im Bayern-Trikot machte Duane Washington gemeinsam mit seinem älteren Söhnchen Duane III. (4) über die sozialen Medien amtlich, dass seine Zukunft nun also tatsächlich in München liegt. Der zweifache Familienvater, der zuletzt bei Partizan Belgrad gespielt hatte, unterschrieb beim Vizemeister einen Vertrag bis 2028.

Für die Münchner in vielerlei Hinsicht eine spannende Personalie. Washington, der in seiner Karriere auch 79 Spiele in der NBA (Indiana, Phoenix) absolvierte, ist ein starker Werfer – bei Partizan war er in der abgelaufenen Saison mit im Schnitt 14,9 Punkten die Nummer zwei. Der Enkel des fünfmaligen NBA-Champions Derek Fisher könnte damit ein wichtiger Gegenpol für Andi Obst sein, der in dieser Spielzeit oft Alleinunterhalter in der Münchner Offensive war.

Interessant auch: Duane Washington jr. wurde in Frankfurt geboren. In der Zeit, als sein Vater (mit dem erwartbaren Namen Duane Washington Senior) bei den Skyliners spielte. Und er liebäugelt damit, sich um das deutsche Ausweispapier zu bemühen. Klappt das, dann würde er nicht nur keine Ausländerlizenz mehr bei den Bayern beanspruchen – der vielseitige Guard wäre auch für das deutsche Nationalteam spielberechtigt. Vielleicht schon im kommenden Jahr, wenn bei der Weltmeisterschaft in Katar das erste Unternehmen Titelverteidigung ansteht.

Bayerns neuer Sportchef Thorsten Leibenath jedenfalls zeigte sich über den ersten Deal seit seinem Amtsantritt sehr angetan. „Duane ist noch jung für einen Basketballspieler und hat seinen Zenit in der EuroLeague noch nicht erreicht“, sagte er.

Der 26-Jährige ist die dritte Neuerwerbung für die neue Saison. Tags zuvor hatten die Bayern den Transfer von Tobias Jensen öffentlich gemacht. Der junge Däne wechselt aus Ulm an die Isar. Auch er belastet das Ausländerkontingent übrigens nicht. Nachdem er seit seinem 15. Lebensjahr in Ulm spielte, gilt er als „Homegrown“.RP

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