Boykottiert Hamilton die Show-Einlage? © IMAGO
Vor einem Jahr noch in Grün: Nico Hülkenberg bejubelt seinen ersten Podest-Platz in der Formel 1. In Silverstone will er mit Audi endlich den Punkte-Fluch brechen. © Collyer/dpa
Silverstone – Mit einem breiten Grinsen kehrte Nico Hülkenberg nach Silverstone zurück, ein Autogramm hier, ein Selfie da. Als er bestens gelaunt das Fahrerlager am Traditionskurs betrat, kamen all die Glücksgefühle wieder hoch. „Schöne Erinnerungen, großartige Erinnerungen“, habe er an den größten Erfolg seiner Karriere vor einem Jahr: „Mein Highlight war die After-Party im Motorhome nach dem Interview-Marathon. Wir hatten dort ein paar Stunden lang eine richtig gute Zeit. Das war unglaublich.“
Seine sensationelle Fahrt durch den englischen Regen von Platz 19 auf Rang drei hatte Hülkenberg gebührend gefeiert. 2025 stand er nach 15 Jahren und 239 Anläufen endlich auf einem Formel-1-Podium. Ein Moment, auf den Hülkenberg gerne zurückschaut – im Gegensatz zu den acht Saisonrennen im Jahr 2026: Der Emmericher wartet in seinem neuen Audi noch immer auf Punkte.
„Natürlich ist das nervig“, sagte Hülkenberg. Aber: „Es hat keinen Sinn, sich damit aufzuhalten.“ Zuletzt hatte der 38-Jährige schon am himmlischen Beistand gezweifelt. „Der Renngott will nicht, dass wir Punkte holen“, klagte Hülkenberg nach dem Großen Preis von Barcelona. In den Punkten liegend hatte ein Kieselstein den Not-Aus-Schalter seines Autos ausgelöst – das Rennen war dahin. In Monaco verlor er seinen neunten Platz durch eine nachträgliche Strafe.
Doch Hülkenberg bleibt zuversichtlich: „Ich weiß, dass es klappen wird. Es ist nur eine Frage der Zeit. Im Idealfall jetzt, am Samstag und Sonntag.“ Beim Großen Preis von Großbritannien bieten sich ihm gleich zwei Gelegenheiten seinen Punktefluch zu brechen: am Samstag im Sprint (13.00 Uhr), am Sonntag im Rennen (16.00 Uhr/beides Sky).
Die letzten Auftritte machen Hoffnung, laut Hülkenberg sei das Rennwochenende in Österreich in der Vorwoche das beste der Saison gewesen. Er wurde Zwölfter, Teamkollege Gabriel Bortoleto Elfter. „Es fühlte sich sauber an, aber leider ohne Zahltag“, so Hülkenberg.
Vielleicht gibt es diesen ja erneut in Silverstone.SID