Klopp als TV-Experte in New York. © Weller/dpa
Weggefährten: Heidel und Klopp. © Lorenz/Imago
Christian Heidel ist der Entdecker von Jürgen Klopp als Fußballtrainer. Im Winter 2001 lag Mainz 05 auf einem Abstiegsplatz der zweiten Fußball-Bundesliga. Trainer Eckhard Krautzun musste nach einer 1:3-Niederlage in Fürth gehen – und Heidel, seinerzeit schon Manager in dem Club, benannte den Abwehrspieler Klopp, der zwei Tage zuvor noch selbst mitgespielt hatte, kurzerhand zum Interimstrainer. Der Rest ist Legende: Der junge Trainer führte die Rheinhessen 2004 in die Bundesliga und Borussia Dortmund 2011 und 2012 zum Deutschen Meistertitel. Heidel und Klopp verbindet seit der gemeinsamen Zeit in Mainz eine enge Freundschaft. Grund genug, um bei Heidel nachzufragen, was er von einem Jürgen Klopp als zukünftigem Bundestrainer hält.
Dass der 63-Jährige das für eine gute Idee hält, kommt im Gespräch mit unserer Zeitung wenig überraschend: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in Deutschland Menschen gibt, die nicht der Auffassung sind, dass Jürgen Klopp der beste Kandidat für diesen Posten ist. Wir kennen ihn seit 25 Jahren als Trainer und wissen, dass er dafür geschaffen ist.“
Die beiden sprechen regelmäßig miteinander, Klopp baut derzeit ein Haus in Wiesbaden und ist oft in der Nähe. Was hat der DFB, was hat Deutschland nach Meinung von Heidel von einem Bundestrainer Jürgen Klopp nun zu erwarten? „Seine größte Stärke ist, dass er mit Menschen umgehen kann. Er ist ein Menschenfänger im positiven Sinne.“ Bei der Nationalmannschaft, ergänzt der gebürtige Mainzer, komme es in erster Linie auf zwei Dinge an: „Du musst die richtigen Spieler auswählen. Und du musst diese Spieler und in der Außenkommunikation die Menschen mitreißen können. Wenn das einer kann, ist das Jürgen Klopp.“JAN CHRISTIAN MÜLLER