Ronaldo nach dem Rot gegen Irland. © O’Sullivan/Imago
Als Begründung im Fall Balogun verwies die Fifa auf Artikel 27 des Disziplinarreglements, wonach die Durchführung einer Disziplinarmaßnahme ausgesetzt werden kann. Es ist nicht das erste Mal, dass die Fifa von Artikel 27 Gebrauch macht. Erst im Vorjahr sah Cristiano Ronaldo im vorletzten Quali-Spiel gegen Irland eine Rote Karte für einen Ellbogenschlag. Der Weltverband verhängte eine Sperre von drei Spielen, zwei davon zur Bewährung. Bei Balogun wurde dagegen die automatische Sperre für das nächste Spiel aufgehoben. Drohen juristische Folgen? Thomas Summerer, Fachanwalt für Sportrecht: „Falls der Spieler im nächsten Spiel eingesetzt wird, ist dieses Spiel durch einen Verstoß gegen die Statuten infiziert und würde dazu führen, dass Belgien das Ergebnis anfechten kann. Damit wäre der gesamte weitere Turnierverlauf gefährdet.“