Mexiko ist laut, Fuss und Kloppo sind lauter

von Redaktion

Charmant: Jürgen Klopp, Tabea Kemme und JBK. © MagentaTV

In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine. Muss er auch nicht, denn nachts überträgt Magenta die Fußball-WM. Während das ZDF die längst ausgeschiedene Schwedin Inga Lindström mit ihrer Nagelsmann-Schmonzette „Klang der Sehnsucht“ sendete, begann bei der Telekom die krasseste Nacht der WM. Wir waren bis fünf Uhr früh für Sie am Start, als die Norwegen-Ruderer den Brasilien-Achter versenkten, und als die Engländer auch ohne Viagra standfest blieben. Wolff Fuss feierte zu Recht die „Eskalation maximal“.

Der Kloppo-Faktor: Hey, hey, Wickie! Beim Triumph der Haaland-Wikinger analysierte unser neuer Entertainment-Bundestrainer neben Olympiasiegerin Tabea Kemme und Johannes B. Kerner. Und wer sich (wie wir) bisher noch gefragt hat, ob es unbedingt Jürgen Klopp sein muss – der weiß jetzt Bescheid. Denn Kloppo, die Empathie-Granate, legte einen Auftritt hin, der sogar ohne Fußballspiel begeistert hätte. Er plauderte Geheimnisse aus („Wir wollten Ødegaard zum BVB holen“) und verriet, dass er aus biomechanischen Gründen kein zweiter Messi werden konnte: „Bei mir sind die Füße viel weiter weg vom Hirn.“ Zu Experten-Kollegin Tabea ist Kloppo so charmant und respektvoll, wie es Lothar bei Sky nie hinbekommt. Und seine Begeisterung für die Norweger („Wow! Das ist WM!“) war ansteckend. Deutschland kann sich freuen auf ihn.

Der undichte Haaland: Der hölzerne Marco Hagemann ist weiß Gott kein Kommentier-Weltmeister. Aber auch er ließ sich mitreißen: „Haaland, du bist doch nicht ganz dicht!“ Hagemanns unentwegtes „Öde gar“ erwies sich gar nicht als Beschwerde – er feierte Norwegens Kapitän. Kloppo sprach Klartext zur WM-Verhunzung durch Trump und Infantino: „Diese beiden Menschen, die beide keine Ahnung von Fußball haben, sollten gar nichts damit zu tun haben.“ Damit wird er jetzt wahrscheinlich umgehend nach Deutschland abgeschoben – und kann früher beim DFB aufräumen.

Japsen nach Luft: Nach einer Stunde Schlaf meldete sich um 1.30 Uhr Pep Guardiolas einstige Lieblings-Interviewerin Anna Sara Lange vom Fußball aus Mexico City – mit der Nachricht, dass es erst mal keinen Fußball gibt. Gewitter, Anpfiff verschoben, zurück ins Bett. „Ich merke die Höhenlage, ich japse nach Luft“, verriet Anna Sara noch. Kommentator Wolff Fuss absolvierte seinen Meteorologen-Schnellkurs eher erfolglos. Er spottete über Giannis neue Werbeidee: „Trinkpause. Auch im Regen, bei 20 Grad.“ Kurz darauf erklärte er, wie die Mannschaften mit der Hitze kämpfen müssen. Das ist er, der Klimawandel: So brütend heiß wie bei diesem irren Spiel haben sich 20 Grad noch nie angefühlt.

Mexico mi amor: Das Aztekenstadion ist laut, Wolff Fuss ist lauter. Aber unterhaltsamer kann Fußball nicht sein. Fuss verriet, warum die Engländer auf die Höhenluft-Geheimwaffe Viagra verzichtet haben, und genoss die Bierduschen der Mexiko-Fans: „Hier ist alles nass. Herrlich!“ Am Ende hielt die „Wonderwall“ der englischen Abwehr. Oasis-Kenner Fuss, der Liam Gallagher von MagentaTV, schickte die Abonnenten euphorisch ins Bett: „Wer das hier nicht gesehen hat, der hat was verpasst.“ So gut war Britpop seit den 90er Jahren nicht mehr.

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