Als Folarin Balogun aus der Kabine kam, da wirkte er erstaunlich gefasst. Enttäuscht, weil die Soccer-Sause der USA plötzlich mit einem dicken Kater zu Ende gegangen war. Aber eben auch bemerkenswert ungerührt angesichts des Skandals, in dessen Zentrum er durch seine wohl von US-Präsident Donald Trump erwirkte Begnadigung gestanden hatte. Und Balogun stellte sich. „Wenn du weißt, dass du eine Rote Karte bekommst und die Entscheidung rückgängig gemacht wird, dann weißt du, dass das Kontroversen auslöst“, sagte der 25 Jahre alte Angreifer.
Balogun stellte sich an diesem bitteren Abend nicht nur. Er ging nach dem Spiel auch zu Rudi Garcia, dem Trainer der Belgier, die angekündigt hatten, gegen die Spielwertung Protest einlegen zu wollen, sollte er, der ursprünglich Gesperrte, in der Tat mitspielen. „Ich wollte ihm gratulieren.“