Das Ende einer Ära

von Redaktion

IOC streicht Nordische Kombination

Vergangenheit: Vinzenz Geiger bei Olympia. © dpa

Lausanne – Das Olympia-Aus der Nordischen Kombination ist besiegelt. Wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Dienstag nach einer Sitzung seiner Exekutive bekannt gab, gehört die traditionsreiche Mischung aus Skispringen und Skilanglauf bei den Winterspielen 2030 in den französischen Alpen nicht mehr zum olympischen Programm .Weiterhin dabei ist der Parallel-Riesenslalom der Snowboarder, der ebenfalls auf dem Prüfstand gestanden hatte. Die Disziplin habe seit Peking 2022 laut IOC „deutliche Verbesserungen bei verschiedenen Popularitätswerten erzielt“ – anders als die NoKo.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bedauert die Entscheidung des IOC bezüglich der Kombination. „Ich teile die Enttäuschung der Athletinnen und Athleten, die über Jahre mit großer Disziplin, Leidenschaft und Entbehrung auf die Verwirklichung ihres olympischen Traums hingearbeitet haben und nun zunächst mit dieser Entscheidung leben müssen“, sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert in seiner Stellungnahme.

Die NoKo war seit der Winterspiel-Premiere 1924 in Chamonix dabei, die „Königsdisziplin“ des Wintersports wurde aber vor Jahren schon angezählt. Das IOC, das sich Geschlechtergleichheit auf die Fahnen geschrieben hat, formulierte einige Kritikpunkte an die Sportart, in der sich bei Olympia bislang nur Männer präsentieren durften: zu geringe internationale Verbreitung, begrenzte Zahl konkurrenzfähiger Nationen und eine geringe globale Zuschauerreichweite.SID

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