Absch(l)uss: Cristiano Ronaldos WM-Karriere endet titellos. © Cortez/Tobias / Patterson / dpa
Dallas – Cristiano Ronaldo stand nach dem jähen Zerplatzen seines letzten großen Traums vor den portugiesischen Anhängern und weinte. Es sah aus, als sei er am Boden zerstört. Dann trottete der mehrmalige Weltfußballer mit gesenktem Kopf in die Kabine, seine Kapitänsbinde hatte er längst abgezogen, er trug sie in der Hand. Den WM-Titel mit Portugal, dem er noch einmal hinterhergejagt war, wird der 41-Jährige nach dem 0:1 (0:0) im Achtelfinale gegen Spanien nicht mehr gewinnen, eine Ära geht zu Ende. „Es war tatsächlich meine letzte WM“, sagte Ronaldo später im Bauch des Stadions in Dallas. Später relativierte er diese Aussage – aber nur ein wenig: „Höchstwahrscheinlich, ja.“ Was „den Rest“ angehe, also eine Zukunft in der Nationalmannschaft, dafür werde er sich „Zeit zum Nachdenken nehmen“. 27 WM-Spiele in sechs Turnieren, elf Tore – doch kein Titel. Ronaldo hat fast alles erreicht, bloß bei der WM hat er es nur einmal ins Halbfinale geschafft. „Traurig“ sei er, die Weltmeisterschaft so verlassen zu müssen.