Verband und Macron verteidigen Mbappé

von Redaktion

Seite an Seite: Mbappé und Macron (zweiter von rechts). © Padilla/dpa

Philadelphia – Kylian Mbappé und der französische Fußballverband (FFF) haben sich vehement gegen üble rassistische Beleidigungen einer Senatorin aus Paraguay gewehrt. Selbst Frankreichs Präsident Emmanuel Macron schaltete sich ein. Eine Klage ist geplant. „Madame Celeste Amarilla, sie sind eine verachtenswerte Frau und ihrer Funktion nicht würdig. Sie vertreten nicht Paraguay, dieses Land, das während des gesamten Wettbewerbs Leidenschaft und Ehre verströmt hat“, schrieb Mbappé auf X.

Celeste Amarilla habe „durch ihren unverhohlenen Rassismus (…) das schlechtestmögliche Bild ihres Landes abgegeben. Ich werde Menschen wie ihr niemals die Freiheit lassen, ihren Hass und ihren Rassismus in der ganzen Welt zu verbreiten“, so Mbappé weiter.

Auch der Verband verurteilte das Verhalten von Amarilla: „Die rassistischen Äußerungen der paraguayischen Senatorin Celeste Amarilla gegen Kylian Mbappé sind völlig abscheulich und inakzeptabel“ Die Verantwortlichen kündigten eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft an, „um strafrechtliche Schritte einzuleiten“. Amarilla, Mitglied der Authentischen Radikal-Liberalen Partei PLRA in Paraguay, leistete sich nach dem hart umkämpften 1:0-Sieg Frankreichs im Sechzehntelfinale gegen Paraguay bösartige Entgleisungen gegen Mbappé. Unter anderem schrieb Amarilla in den sozialen Medien, Mbappé sei ein „kolonialisierter Kameruner, der sich als Franzose ausgibt, verbittert, neureich, arrogant und hässlich“. Präsident Macron erklärte, dass er „Kylian Mbappé und die französische Nationalmannschaft angesichts der rassistischen Angriffe unterstützt“. Auch Amarilla selbst erklärte sich. Ihr Problem sei zwischen ihr und dem Spieler und beziehe sich nicht auf das Land Frankreich. Sie bedauere Teile ihrer Aussagen. „Schon nach kurzer Zeit bereute ich es, dich mit denselben Beleidigungen beschimpft zu haben, die ich selbst zu hören bekomme“, schrieb die Politikerin. Auch sie werde als Latina und wegen ihrer Hautfarbe angegangen. Gleichzeitig forderte sie eine Entschuldigung von Mbappé und warf ihm geschlechtsspezifische Gewalt in seinen Äußerungen über sie vor. Sie drohte ebenfalls mit rechtlichen Schritten, sollte er diese nicht zurücknehmen.

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