Fünf Spiele, ein Gegentor
Warum Kolumbien trotzdem raus ist
Daniel Muñoz & Co. nach der Niederlage. © Dyck/dpa
Vancouver – Sie sahen sich als Geheimfavorit, und sie spielten bisweilen auch wie einer – am Ende aber blieb kolumbianische Enttäuschung. Im Elfmeterschießen gegen die Schweiz (3:4) verschossen Davison Sánchez und „Cucho“ Hernández – es war bezeichnend: Mit der Effizienz haperte es gewaltig. In den 480 WM-Minuten plus Nachspielzeit war ihr defensives Bollwerk nur einmal geknackt worden – gleich im ersten Spiel durch den Usbeken Abbosbek Fayzullajew. Es war aber zugleich das Spiel, in dem die Kolumbianer mehr Treffer erzielten (3) als in den folgenden vier (2) zusammen. Für die fünf Treffer benötigten sie üppige 94 Versuche.
„Wir haben uns nichts vorzuwerfen“, sagte Verteidiger und Doppeltorschütze Daniel Muñoz und erklärte, das Ausscheiden sei von ganz oben vorbestimmt gewesen: „Zuerst gebührt Gott die Ehre. So hat es das Schicksal vorherbestimmt.“