Ismaik mimt den Retter der Fans

1860: Dauerkarten-Debatte eskaliert – Investor schießt gegen neue Spielbetriebs-GmbH

München – Und täglich grüßt der Ismaik. In den vergangenen Wochen meldete sich der langjährige Löwen-Investor immer wieder mit kryptischen Texten in den Sozialen Netzwerken zu Wort. Inhalt sowie Resonanz hielten sich dabei meist eher in Grenzen. Am Dienstag jedoch zog der 48-Jährige die Aufmerksamkeit wieder einmal auf sich.

Zunächst teilte Ismaik mit, wie für ihn neutraler Journalismus auszusehen habe: „Ich werde jeden Journalisten respektieren, der seinem Gewissen folgt. Ich wünsche mir, dass für alle derselbe Maßstab gilt.“

Das Schmunzeln der Fans über die Journalismus-Generalkritik des Jordaniers schlug jedoch schnell in Ungläubigkeit und Wut um. Am späten Abend meldete sich Ismaik, der sich nach Informationen unserer Zeitung von seiner PR-Agentur Heller & Partner getrennt hat, erneut zu Wort. Das Thema: die wertlosen Dauerkarten der KGaA.

Die aufgekündigten Darlehen von Ismaik brachten einen Stein ins Rollen, der zum Zwangsabstieg, der Kündigung des Kooperationsvertrages sowie der KGaA-Insolvenz führte. Rund 8000 Dauerkarten waren bereits verkauft, das Geld der Fans ist wohl weg. Ob die Anhänger einen Teil davon aus der Insolvenzmasse zurückerhalten, darf stark bezweifelt werden.

Angesichts der Ereignisse wirken Ismaiks Worte äußerst verblüffend: „Was ist mit denjenigen, die ihre Dauerkarten bereits bezahlt haben? Diese Fans haben ihr Geld im guten Glauben gezahlt. Unter ihnen sind Arbeiter, Angestellte, Familien und junge Menschen, die von ihrem begrenzten Einkommen gespart haben, nur um an der Seite ihres Clubs zu stehen.“

Weiter unten im Text wird klar, worauf Ismaik hinauswill. Er ruft die Fans auf, keine Dauerkarten bei der neu gegründeten Spielbetriebs-GmbH des e. V. zu kaufen und diese erneut zu bezahlen: „Ich rufe alle Fans dazu auf, keine neuen Zahlungen übereilt zu leisten, bevor sie eine Klärung ihrer Rechte erhalten haben. Die Inhaber der bereits bezahlten Dauerkarten sollten die Spiele besuchen dürfen, ohne aufgefordert zu werden, für dieselbe Karte ein zweites Mal zu bezahlen.“ Die Fans reagieren ungläubig: „Genau mein Humor! Du hast doch deine Zusagen gekündigt“ oder „Kann’s nicht mehr lesen, den inhaltlosen Müll!“ Ismaik lässt nicht locker – das letzte Wort ist noch lange nicht gesprochen.MARCO BLANCO UCLES

Montag, 13. Juli 2026
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