Tour sucht Wege aus der Hitze-Krise

Gavarnie-Gèdre – Die erste Tour de France begann vor 126 Jahren an einem 1. Juli, die laufende Auflage 113 am 4. Juli. Und bis auf die herbstliche Corona-Tour 2020 rollte das größte Radrennen der Welt auch dazwischen stets in der wärmsten Jahreszeit durch Frankreich. Weil aber der fortschreitende Klimawandel aus Wärme infernalische Hitze macht und den Radprofis gemeingefährliche Bedingungen verschafft, fordern Fachleute ein Umdenken. „Aus klimatischer Sicht wäre eine Austragung im Frühjahr die beste Option“, sagt Benjamin Sultan, Klimaforscher am Pariser Institut für Entwicklung,

Eiswürfel, Eiswesten, Hektoliter Wasser, über den Kopf und in den Körper: Die Betreuer leisteten Schwerstarbeit, um ihre Profis notdürftig runterzukühlen. „Für die Teams ist es ein logistischer Albtraum“, sagt Topstar Tadej Pogacar. Organisatoren und Weltverband UCI verfügen über begrenzte Mittel, dem entgegenzusteuern, könnten Etappen kürzen oder absagen. Am generellen Problem ändert dies nichts. Noch nehmen die Profis die Bedingungen hin. Doch die Stimmen werden kritischer. „Wir müssen das überdenken“, fordert der Italiener Matteo Trentin.

Erste Möglichkeit: Die gesamte Tour wird verlegt. Problem: Bis in den Mai liegt auf den hohen Pässen noch Schnee, im Tal kann es dennoch heiß werden. Und Mitte Oktober endet die Radsport-Saison. Zweitens: Die Etappen werden frühmorgens gestartet, enden mittags. Problem: Für die (TV-)Vermarktung ist dies unattraktiv.SID

Samstag, 11. Juli 2026
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