Mutter Ivana mit der jungen Linda. © Instagram
Linda Noskova mit Trophäe und Prinzessin Kate. © Hall/EPA
London – Mit der funkelnden Venus Rosewater Dish in ihren Händen rang Linda Noskova um Fassung, der tiefe Schmerz war ihr anzusehen. „Es gibt noch eine weitere Person, der ich danken möchte“, sagte die junge Tschechin mit zittriger Stimme, nachdem sie sich den Traum vom ersten Grand-Slam-Titel verwirklicht hatte: „Meiner Mutter. Ohne sie würde ich jetzt definitiv nicht hier stehen.“ Dann schickte Noskova mit Tränen in den Augen einen Kuss gen Londoner Himmel.
Die rührenden Worte waren der Höhepunkt eines höchst emotionalen Tages in Wimbledon, an dem Freude und Trauer kaum voneinander zu trennen waren. Schließlich war Noskovas Mama Ivana 2024 nur einen Tag vor Beginn des Rasenklassikers nach langem Kampf an Krebs verstorben. Linda war da gerade mal 19. Und so brachen nach dem 6:2, 5:7, 6:3 in einem nervenaufreibenden tschechischen Endspiel gegen Landsfrau Karolina Muchova nicht nur bei der Siegern alle Gefühle heraus, auch Wimbledon-Rekordgewinnerin Martina Navratilova weinte in der Royal Box angesichts der Ungerechtigkeit des Lebens.
Nur allzu gerne hätte Mama Noskova ihre Tochter beim bedeutendsten aller Tennisturniere spielen sehen. „Ich freue mich schon sehr auf die Atmosphäre“, hatte Ivana Anfang 2024 in einem Interview mit dem tschechischen Nachrichtenportal Denik.cz gesagt. Doch das Schicksal meinte es anders.SID