Heilsbringer oder Sprengstoff?

von Redaktion

Aston Martin will Ex-Red-Bull-Chef Christian Horner zurück in die Formel 1 locken

Geri Halliwell und Christian Horner in Wimbledon. © Daniel Hambury/EPA

Da bin ich wieder: Beim Großen Preis von Großbritannien in Silverstone war Horner erstmals wieder im Fahrerlager zu sehen. © Powell/EPA

Spa – Wechselt der skandalumwitterte, aber auch erfolgreichste Formel-1-Teamchef der vergangenen 15 Jahre ausgerechnet zum James-Bond-Rennstall? Fest steht: Vor dem GP in Spa am Wochenende, fast ein Jahr nach seinem Aus bei Red Bull, nimmt das Formel-1-Personalkarussell wieder Fahrt auf! Ex-Teamchef Christian Horner (52) steht offenbar vor einem spektakulären Comeback.

Wie die britische Daily Mail berichtet, soll Aston Martin dem erfolgreichsten Teamchef der jüngeren Formel-1-Geschichte bereits ein konkretes Angebot unterbreitet haben. Weder Horner noch der Rennstall wollten die Spekulationen kommentieren. Dabei gilt längst als offenes Geheimnis: Horner, der sich in Silverstone erstmals wieder im Fahrerlager zeigte. will zurück in die Formel 1.

Für Aston Martin käme Horner genau zur richtigen Zeit. Das Team von Milliardär Lawrence Stroll steckt aktuell tief in der Krise. Probleme mit dem Honda-Antrieb und der Aerodynamik sorgen dafür, dass die großen Ambitionen bislang unerfüllt bleiben. Da überrascht es kaum, dass nun ausgerechnet Horner als möglicher Heilsbringer gehandelt wird. In fast 20 Jahren formte der Brite Red Bull zu einem der erfolgreichsten Teams der Formel-1-Geschichte. Mit Sebastian Vettel und Max Verstappen gewann er insgesamt acht Fahrer-Weltmeisterschaften sowie mehrere Konstrukteurstitel.

Doch ein Wechsel zu Aston Martin hätte auch seine Tücken. Denn dort arbeitet inzwischen Adrian Newey – ausgerechnet der Star-Konstrukteur, mit dem Horner Red Bull einst zur Dominanz führte. Zum Ende ihrer gemeinsamen Zeit sollen sich beide allerdings zunehmend entfremdet haben. Auch Jonathan Wheatley könnte eine Rolle spielen. Der frühere Red-Bull-Teammanager hat Audi inzwischen wieder verlassen und wird ebenfalls mit Aston Martin in Verbindung gebracht. Eine gemeinsame Führung mit Horner gilt in der Formel-1-Szene jedoch als eher unwahrscheinlich.

So oder so: es winkt eines der seit langem spektakulärsten Comebacks. Intern dürfte der Rennstall noch einige Hürden aus dem Weg räumen müssen. Bis dahin bleiben die Spekulationen heiß.RALF BACH

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