Wie cool ist bitte Erling Haaland? Zugegeben: Bis vor ein paar Wochen hatte ich noch nie vom norwegischen Wunder-Wikinger gehört. Aber die Frauenwelt (auf Insta) ist sich einig: Die Welt braucht mehr Männer wie Haaland! Ein starker, gut aussehender Typ, der trotz seines Erfolgs bodenständig und witzig ist – und über sich selbst lachen kann. Ein Superstar, der Nasenloch-Selfies postet, in denen er sich mit Shrek vergleicht – was soll den umhauen?
Die Sozialen Medien sind voll von irren KI-Memes und Videos über die nordische Naturgewalt mit der blonden Mähne: Ein Wischmopp mit Haaland-Gesicht feudelt den Boden. Ein Lauch, der an den nach vorn gereckten Hals des Hünen beim Sprint erinnert, wippt mit seinen Wurzelhaaren zum umgedichteten Haaland-Song zur Melodie von „Dschingis Kahn“.
Fitness-Influencer wissen, dass der Top-Stürmer wegen seiner Ernährung so übermenschlich stark ist, und bieten Seminare an wie „Biohacking nach Haaland“ oder „Meal-Prepping – so isst Haaland“. Mir wäre schon nach einer Mahlzeit schlecht: 1,2 Kilo Steak. Beilage: Knochenmark. Haaland isst auch keinen Honig, er kaut Bienen. Wie Chuck Norris.
Auch in der analogen Welt schlägt der Haaland-Hype durch. In Peru tragen 468 Kinder den Nachnamen des Torjägers – als Vornamen. 91 Säuglinge wurden sogar komplett Erling Haaland genannt. Funfact: In Albanien laufen einige hundert Briegels herum – nach Hans-Peter, dem Ex-Nationaltrainer. Da ist es doch ganz gut, dass Nagelsmann erfolglos war.
Ich jedenfalls wollte schon lang mal nach Norwegen. Soll ja ein tolles Land sein. Was man so liest, ist auch Haaland in der Sommerpause immer mal wieder in seiner Heimat. Beim Holzfällen. Mit Kettensäge und Blaumann. Hach!DANIELA POHL